Beiträge von Grossherzogtum Hamartia

    Am 26. Dezember findet die traditionelle "Königliche Schau der Wehrkörper seines Reiches" statt. Es partizipieren verschiedenste Einheiten,
    zunächst die 9. Königliche Musickompagnie unter Waffen, die einen leichten Marsch angibt. Es folgen die 1. Kompanie der I. Kohorte des 3. Garderegiments 'Inquisitor' angeführt von Kolonell Basillius Horkheim, Abordnungen des II. Bataillons des 3. Großherzöglichen Grenadierregimentes unter Oberstleutnant Maximilian Durvheim, eine Abordnung des 14. Panzereskadrons "Vogt Marian" unterstellt dem 3. Panzerregiment und hier von Rittmeister Julius Turmwacht angeführt, ebenfalls eine Abordnung der Milizkohorte 37 des 1. Regimentes der Markgräflichen Miliz zu Fuß, hier unter Oberstleutnant Daniil Drencòba. Dahinter folgt eine Abordnung des 4. Artilleriebatallions unter Major Eberhard Funke, ehe schlielich noch eine Abordnung des 7. Churfürstlichen Jäger-Regiments unter Jagdobrist Adolf Meier folgt, welches das einzige Jägerregiment ist, dass das Privileg erhalten hat einen Teil seiner Truppe beritten zu halten. Zum Abschluss paradieren noch Abordnungen der Unterstützungstruppen, genauer solche der 33. Transportkohorte, der 31. Sanitätskompanie und des 12. Pionierregiments. Die Sicherung der Wegstrecke hatte die 4. Landschützenbrigade.

    Die Fabrik ist schon seit Anfang des Jahres in Staatsbesitz. Entsprechend versichert man den Angestellten in naher Zukunft keine größeren Entlassungen vornehmen zu müssen. Gerade den Mitarbeitern der Entwicklungsabteilung bietet man jedoch an neue Karrierechancen in weiteren Entwicklungsunternehmen im Königreich Hamartia zu vermitteln.

    Man ist leicht überrumpelt und hatte so hohen Besuch nicht erwartet. Eilig gibt man dem Großherzog Bescheid und trommelt eine kleine Ehrenformation zusammen, die den seyffensteinischen Kaiser in das Büro des Großherzogs begleitet.

    [brief]



    W A H L zum L A N D T A G



    I.
    Die Wahl endete am 18. Januar 2015 um 18:00 Uhr.


    II.
    Die Stimmen wurden ausgezählt und das Ergebnis geprüft.



    III.
    Die Wahlbeteiligung lag bei 66%.


    IV.
    Die Stimmverteilung unter den angetretenen Listen ergibt sich wie folgt:
    1. VPH-SUH: 17
    2. CDPSB: 10
    3. MPS-B: 3


    Von 30 Sitzen wurden 26 besetzt.
    Je 1 Sitz in den Wahlkreisen Schimmeldorf und Weißmark und 2 Sitze im Wahlkreis Hohenfeste müssen nachgewählt werden.
    Damit ergibt sich folgende Stimmgewichtung zwischen den Parteien:
    1. VPH-SUH: (17-2) 15
    2. CDPSB: 10
    3. MPS-B: (3-2) 1


    Folgende Personen wurden somit in den Landtag gewählt:


    IVa.
    Für den Wahlkreis Großherzögliche Stadt Hamartia:
    1. Hadrian Mausler (VPH-SUH)
    2. Marietta Nuss (VPH-SUH)
    3. Selia Murske (VPH-SUH)
    4. Maximilian Hochburg (VPH-SHU)
    5. Hubert Kausl (VPH-SUH)


    IVb.
    Für den Wahlkreis Kasterlitz:
    1. Corinna Säger (CDPSB)
    2. Johannes Makosli (VPH-SUH)
    3. Susann Meier (VPH-SUH)
    4. Eberhard Meidl (VPH-SUH)
    5. Markus Freier (VPH-SUH)


    IVc.
    Für den Wahlkreis Schimmeldorf:
    1. Joachim Berger (CDPSB)
    2. Marius Schwöger (VPH-SUH)
    3. Heiner Lausen (VPH-SUH)
    4. Rudolph von Welckenbrück (VPH-SUH)
    5. vakant (VPH-SUH)


    IVd.
    Für den Wahlkreis Waldburg:
    1. Richard Karl von Weisenstein (CDPSB)
    2. Gerhard Zielinski (CDPSB)
    3. Harald Herold (CDPSB)
    4. Michael Bender (CDPSB)
    5. Rahel Gianera (CDPSB)


    IVe.
    Für den Wahlkreis Weißmark:
    1. Rene Graber (CDPSB)
    2. Flavio Melegatti (CDPSB)
    3. Wencel Wesarius Wunsch (VPH-SUH)
    4. Meritt Maria Musele (VPH-SUH)
    5. vakant (VPH-SUH)


    IVf.
    Für den Wahlkreis Hohenfeste:
    1. Hans von Meierfeld (MPS-B)
    2. vakant (MPS-B)
    3. vakant (MPS-B)
    4. Walter Schäuble (CDPSB)
    5. Mareike Hinsel (VPH-SUH)


    V.
    Die weiteren Schritte sind durch den Großherzog einzuleiten. Die Ausschreibung der Nachwahlen erfolgt ebenso durch den Großherzog.


    gez.
    Stroiben
    Großherzöglicher Canzler
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    [brief]



    W A H L zum L A N D T A G



    I.
    Die Kandidaturfrist verstrich am 9. Januar 2015.


    II.
    Alle Kandidaturen wurden geprüft und zugelassen.



    III.
    Die Wahl beginnt am 11. Januar 2016 um 18:00 Uhr und endet am 18. Januar 2015 um 18:00 Uhr oder wenn alle Wahlberechtigten abgestimmt haben.




    gez.
    Stroiben
    Großherzöglicher Canzler
    [/brief]

    [brief]


    W A H L A N K Ü N D I G U N G



    Seine Majestät Johannes ruft zu allgemeinen Wahlen zum Landtag gemäß der Verfassung auf.


    Er beauftragte zum 28. Dezember 2015 den Landesausschuss mit der Durchführung der Wahl.


    Dieser gibt nun das Folgende bekannt:


    I.
    Wahlberechtigt ist jeder Bürger des Großherzogtums Hamartia nur innerhalb des Wahlkreises, in dem er lebt.
    Wählbar ist jeder Bürger des Großherzogtums in jedem Wahlkreis.
    Da kein Wahlgesetz für das Großherzogtum existiert, werden die Wahlen, soweit möglich, nach den Vorgaben des Wahlgesetzes des Kaiserreiches Seyffenstein-Bajar durchgeführt.


    II.
    Kandidaturen sind an dieser Stelle bis zum 9. Januar 2016 öffentlich und unter Angabe der Wahlkreise, in denen der Kandidat antritt, bekannt zu geben.


    III.
    Die Wahl beginnt am 11. Januar 2016 um 18:00 Uhr und endet am 18. Januar 2015 um 18:00 Uhr oder wenn alle Wahlberechtigten abgestimmt haben.



    gez.
    Stroiben
    Großherzöglicher Canzler[/brief]

    [brief]
    V E R F A S S U N G


    DES


    G R O S S H E R Z O G T U M S
    H A M A R T I A



    gegeben durch seine höchst königliche Hoheit


    Johannes von Hamartia


    am


    27. Dezember 2015




    I. Abteilung
    Das Großherzogtum


    Artikel 1
    1) Das Großherzogtum Hamartia ist ein Staatsverband innerhalb des Kaiserreiches Seyffenstein-Bajars, bestehend aus fünf Fürstentümern und der großherzöglichen Haupt- und Residenzsstadt. Das Großherzogtum soll seinen Bürgern dazu dienen, ein selbstbestimmtes und von Frieden und Freiheit geprägtes Leben zu führen. Es besteht aus folgenden fünf Fürstentümern: Kasterlitz, Schimmeldorf, Waldburg, Weißmark und Hohenfeste. Hinzu kommt die großherzögliche Haupt- und Residenzsstadt Hamartia.
    2) Hamartia ist die Hauptstadt und Sitz aller Staatsorgane sofern durch Gesetz nicht anders bestimmt.


    Artikel 2
    Das Großherzogtum ist eine konstitutionelle Erbmonarchie auf demokratischer und parlamentarischer Basis, die Staatsgewalt wird von Volk und Großherzog nach Maßgabe dieser Verfassung ausgeübt.


    Artikel 3
    Die im großherzöglichen Hause Hamartia erbliche Thronfolge, die Volljährigkeit des Großherzogs und des Erbgroßherzogs, sowie etwaige Regentschaften werden durch ein vom Großherzog erlassenes großherzögliches Hausgesetz bestimmt.


    Artikel 4
    Änderungen von Grenzen des Staatsgebietes können nur durch Gesetz erfolgen. Grenzänderungen zwischen den Fürstentümern, deren Zusammenlegung oder die Schaffung neuer Fürstentümer bedarf der Zustimmung der Mehrheit der in den betroffenen Gebieten ansäßigen, wahlberechtigten Bürger.


    Artikel 5
    Das Staatswappen ist das Wappen des Großherzogs von Hamartia, die Landesfarben sind grün-gold.


    Artikel 6
    Amtssprache soll das Imperianische sein.



    II. Abteilung
    Vom Großherzog


    Artikel 7
    1) Der Großherzog ist Staatsoberhaupt und nimmt seine Rechte und Pflichten gemäß dieser Verfassung und den geltenden Gesetzen war.
    2) Der Großherzog ist alles Strafverfolgung gegenüber immun. Dasselbe gilt für eine Person, die denselben im Amte vertritt.


    Artikel 8
    1) Der Großherzog vertritt das Großherzogtum in all seinen Belangen nach außen. In dieser Funktion vertritt er das Großherzogtum auch beim Reichsrat Seyffenstein-Bajars, ausser er bestimmt einen anderen Vertreter durch Dekret.
    2) Verträge mit anderen Staaten, die zur Folge haben, dass Staatsgebiet oder Staatseigentum abgetreten, über Staatshoheitsrechte oder Staatsregalien verfügt, eine Last oder Verpflichtung auf das Großherzogtum übertragen werden soll müssen zu ihrer Gültigkeit vom Landtag angenommen werden.


    Artikel 9
    Ein Gesetz erhält seine Gütligkeit erst durch großherzögliche Sanction.


    Artikel 10
    1) Der Großherzog erlässt ohne Mitwirkung des Landtages, aber in Kooperation mit der Regierung die Verordnungen und richtet die Institutionen und Behörden ein, die notwendig zur rechten Ausführung der beschlossenen Gesetze sind. Im Staatsnotstand kann er die notwendigen Vorkehrungen Regelungen zur Wahrung der Sicherheit treffen.
    2) Im Staatsnotstand erlassene Regelungen dürfen die Verfassung weder in Teilen, noch als ganzes ausser Kraft setzen. Lediglich dürfen sie die Anwendung der verfassungsgemäßen Bestimmung auf Zeit einschränken. Regelungen im Staatsnotstand dürfen weder das Recht auf Leben, das Verbot der Folter, der unmenschlichen Behandlung, der Sklaverei, der Zwangsarbeit, noch den Grundsatz "keine Strafe ohne Gesetz" beschränken. Regelungen im Staatsnotstand können diesen Artikel, sowie die Artikel 3, Artikel 15, Artikel 73 und das großherzögliche Hausgesetz nicht einschränken. Regelungen im Staatsnotstand treten mit Ende des Staatsnotstandes oder spätestens sechs Monate nach Verkündung ausser Kraft.


    Artikel 11
    1) Der Großherzog ernennt die Richter des Großherzogtums gemäß den verfassungsgemäßen Bestimmungen und den Gerichtsbestimmungen des Kaiserreiches Seyffenstein-Bajar.
    2) Ebenso ernennt er die Beamten.


    Artikel 12
    Jeder rechtmäßige Thronfolger wird, bevor er in das Amt des Erbgroßherzogs eingeführt wird, urkundlich und in Bezug auf sein künftiges Amt als Großherzog, bezeugen, dass er das Großherzogtum Hamartia den in der Verfassung und den Gesetzen niedergeschriebenen Vorschriften entsprechend regieren, seine Integrität erhalten und die großherzöglichen Rechte und Pflichten ausüben und beachten wird.


    Artikel 13
    Der Großherzog kann den gemäß dem Hausgesetz bestimmten Erbgroßherzog bei vorübergehender Verhinderung oder in Vorbereitung auf dessen Thronfolge als seinen Stellvertreter mit der Übernahme bestimmter, dem Großherzog durch die Verfassung zuerkannter Hoheitsrechte, betrauen.


    Artikel 14
    Sind Großherzog und Erbgroßherzog verhindert soll auf bitten eines anderen Mitglieds des großherzöglichen Hauses der vom Großherzog ernannte Großprotektor deren Aufgaben wahrnehmen. Ist kein Großprotektor ernannt oder ist selbiger verhindert soll der Präses des Landtages diese Funktionen übernehmen, bis Großherzog oder Erbgroßherzog wieder die Amtsgeschäfte übernehmen können. Ist auch der Präses des Landtages verhindert sollen die Mitglieder des Landtages geordnet nach ihrem Alter, beginnend beim Ältesten diese Funktion übernehmen. Ist kein Landtag gewählt soll der Landesausschuss die Funktionen gemeinschaftlich übernehmen.


    Artikel 15
    Verlangt es die Mehrheit der Bevölkerung eines Fürstentums kann es über die Person des Großherzogs einen Misstrauensantrag in die nächste Landtagssitzung einbringen. Der Landtag hat daraufhin in seiner Sitzung eine Volksabstimmung anzuordnen. Wird der Misstrauensantrag mit der Mehrheit der Stimmen bei der Volksabstimmung angenommen, muss der Präses des Landtags diesen dem Großherzog anzeigen, der darauf gemäß dem Hausgesetz zu reagieren hat. Die Entscheidung auf Basis des Hausgesetzes teilt der Großherzog dem Landtag nach spätestens zwei Monaten in einer öffentlichen Sitzung mit.



    III. Abteilung
    Von den Aufgaben des Staates


    Artikel 16
    Oberste Aufgabe des Staates soll das Wohlergehen des Volkes sein. Aus diesem Grund sorgt der Staat für die Schaffung und Wahrung des Rechtes, dass die Interessen des Volkes schützt.


    Artikel 17
    Besondere Sorgfalt sollen dem Erziehungs- und Bildungswesen zukommen.


    Artikel 18
    1) Das gesamt Schulwesen untersteht staatlicher Aufsicht.
    2) Es besteht eine allgemeine Schulpflicht.
    3) In den öffentlichen, vom Staat getragenen, Schulen soll eine grundlegen Bildung unentgeltlich in genügendem Ausmass erteilt werden.
    4) Weiterführende Bildung soll vom Staat in ausreichendem Umfang bereitgestellt werden.
    5) Der Religionsunterricht innerhalb des Schulsystems darf nur von ausgebildeten, staatlichen Lehrkräften erteilt werden. Sein Ziel ist die Aufklärung über die vorherrschenden Religionen im Großherzogtum und der Welt. Ausserschulischer Religionsunterricht darf von den jeweiligen Religionsgemeinschaften erteilt werden, solange die Schüler freiwillig daran teilnehmen und er mit der Verfassung und den Gesetzen des Großherzogtums vereinbar ist.
    6) Privatschulen und Privatunterricht sind zulässig, soweit er den gesetzlichen Bestimmungen über die Schulzeit, die Lehrziele und die Einrichtung der öffentlichen Schulen entspricht.


    Artikel 19
    1) Unterrichts- und Bildungswesen werden vom Staat unterstützt und gefördert.
    2) Schülern, denen die Mittel zu Besuchen der höheren Bildungsanstalten fehlen, die aber gut veranlagt sind, wird der Besuch dieser Anstalten durch staatliche Stipendien ermöglicht.


    Artikel 20
    Der Staat betreibt das öffentliche Gesundheitswesen, unterstützt die Krankenpflege und bekämpft auf gesetzlichem Wege den Alkoholismus. Er strebt die Besserung von Alkoholikern an.


    Artikel 21
    1) Der Staat schützt das Recht auf Arbeit, die Bildung von Gewerkschaften, sowie das Recht auf Arbeitskämpfe in angemessenem Rahmen, um Verhandlungen über Lohn, Arbeitszeiten und -bedingungen oder ähnliches zu erzwingen. Besonderen Schutz genießen die in Gewerbe und Industrie beschäftigten Frauen und Jugendlichen.
    2) Der Staat findet einen angemessenen Ausgleich zwischen Arbeiternehmer- und Arbeitgeberschutz.
    3) Die staatlichen und die staatlich anerkannten Feiertage sind öffentliche Ruhetage. Besondere Regelungen dazu können im Rahmen eines Gesetzes getroffen werden.


    Artikel 22
    1) Der Staat unterhält die öffentlichen Verkehrswege und sorgt für deren Ausgestaltung gemäß modernen Bedürfnissen.
    2) Dem Staat steht die Hoheit über die in seinem Gebiet liegendem Gewässer zu. Er bestimmt deren Leitung, Nutzung und Abwehr durch Gesetze unter Beachtung der technischen Möglichkeiten.
    3) Die Versorgung mit Elektrizität erfolgt durch den Staat oder ein von ihm dazu beauftragtes Unternehmen.
    4) Dem Staat steht die Hoheit über Jagd, Fischerei und Bergwesen zu und beachtet bei erlassen der betreffenden Gesetze die Interessen der Landwirtschaft und der Fürstentümer.


    Artikel 23
    1) Der Staat sorgt durch zu erlassende Gesetze für gerechte Besteuerung, die ein angemessenes Leben ermöglicht. Höhere Vermögen oder Einkommen sollen daher verstärkt besteuert werden.
    2) Die finanzielle Lage des Staates ist nach Möglichkeit zu bessern. Hierzu ist auch die Erschließung neuer Einnahmequellen nötig.
    3) Der Staat unterstützt die Ärmsten und Arbeitslosen, die unter dem vom Landesverfassungsgericht festgelegten Existenzminimum leben und gewährt ihnen Sozialhilfen. Er unterstützt sie bei der Beschaffung von Arbeitsplätzen.


    Artikel 24
    Der Staat versorgt insbesondere Waisen, Geisteskranke, Unheilbare und Altersschwache. Er ermöglicht ihnen ein den existierenden Möglichkeiten entsprechendes, gutes Leben.


    Artikel 25
    Der Staat unterstützt und fördert die Einrichtung von Kranken-, Alters-, Invaliden-, Brandschaden-, Sozial- und Arbeitslosenversicherungen.


    Artikel 26
    Der Staat sorgt für zügige und umfassende Bearbeitungen in der Verwaltung und Verfahren vor den Gerichten.



    IV. Abteilung
    Die Allgemeinen Rechte und Pflichten der Bürger


    Artikel 27
    Gemäß der Verfassung des Kaiserreiches Seyffenstein-Bajar, Artikel 5 ist das Staatsbürgerrecht Gebiet des Gesamtreiches. Somit sind durch das Großherzogtum in diesem Bereich keine Vorschriften zu erlassen.



    V. Abteilung
    Vom Landtag


    Artikel 28
    1) Der Landtag ist das von den Bürgern des Großherzogtums gewählte Organ, dass dieselben, deren Interessen und Rechte nach den Bestimmungen dieser Verfassung und der weiteren Gesetze im Verhältnis zur Regierung wahrnehmen und die selbigen geltend machen soll. Es soll das Wohl des großherzöglichen Hauses und des Landes bei getreuer Einhaltung dieser Verfassung fördern. Der Landtag tagt öffentlich.
    2) Dem Landtage zukommende Rechte und Pflichten können nur in seiner rechtmäßig konstituierten Versammlung ausgeübt werden.


    Artikel 29
    1) Der Landtag besteht aus dreißig Abgeordneten, die von den Bürgern des Großherzogtums in allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlen nach dem Mehrheitswahlrecht bestimmt werden. Jedes der Fürstentümer und die großherzögliche Haupt- und Residenzsstadt bilden einen eigenen Wahlkreis. Von den dreißig Abgeordneten entfallen je fünf auf einen Wahlkreis.
    2) Die fünf Kandidaten, die in ihrem Wahlkreis am meisten Stimmen erhalten haben, ziehen in den Landtag ein. Tritt ein gewählter Abgeordneter sein Mandat nicht an rückt derjenige Kandidat nach, der nicht in den Landtag eingezogen ist und die meisten Stimmen erhielt. Kann kein Nachrücker bestimmt werden, ist für den freigewordenen Sitz eine Nachwahl durchzuführen.
    3) Kein Mitglied eines Gerichts oder der Regierung darf zugleich Mitglied im Landtag sein.
    4) Die näheren Wahlregularien werden durch Gesetz bestimmt.


    Artikel 30
    Eine Legislaturperiode des Landtags dauert vier Monate. Die Wahlen sollen je im Januar, Mai und September stattfinden. Wiederwahl zum Landtag ist zulässig.


    Artikel 31
    1) Der Großherzog hat, mit Ausnahme der Fälle in Artikel 15 und Artikel 73 das Recht, den Landtag einzuberufen, zu eröffnen, zu schließen, zu vertagen oder aufzulösen. All diese Entscheidungen sind dem Landtag in seiner Gesamtheit bekannt zu machen.
    2) Fordert es schriftlich die Mehrheit der Bürger eines Fürstentums, muss der Landtag einberufen werden.
    3) Fordern es schriftlich die Mehrheiten der Bürger von mindestens zwei Fürstentümern, muss eine Volksabstimmung über die Auflösung des Landtages durch den Großherzog angeordnet werden.


    Artikel 32
    1) Zu Beginn einer jeden Legislatur beruft der Großherzog den Landtag mittel großherzöglichem Edikt, welches Ort, Tag und Stunde der Versammlung beinhaltet, ein.
    2) Ist der Landtag einberufen, tagt er. Er wird durch großherzögliches Edikt für seine Sitzungsperioden eröffnet und danach wieder geschlossen und vertagt. Der Präses des Landtages empfiehlt dem Großherzog die Eröffnung und Schließung, sowie die damit einhergehende Vertagung des Landtages nach der ersten Sitzung der Legislatur.
    3) Die maxmimale Dauer einer Vertagung darf einen Monat nicht überschreiten. Liegen keine Anträge vor soll der Großherzog den Landtag für eine allgemeine Sitzung eröffnen.
    4) Solange der Landtag tagt haben die Abgeordneten sich bereit zu halten. Erscheinen sie zu einer Sitzung nicht und können sie binnen einer Woche keine Begründung für ihre Abwesenheit benennen gilt ihr Mandat als verloren. Ihr Nachfolger wird gemäß Artikel 29 Absatz 2 Satz 2 bestimmt.


    Artikel 33
    Löst der Großherzog den Landtag auf, muss binnen zwei Wochen durch großherzögliches Edikt eine Neuwahl angeordnet werden. Die neu gewählten Abgeordneten sind binnen vierzehn Tagen einzuberufen.


    Artikel 34
    1) Im Fall das ein Thronfolger den Thron besteigt ist der Landtag innerhalb von vierzehn Tagen zu einer außerordentlichen Sitzung einzuberufen, in der er die in Artikel 12 bestimmte Urkunde feierlich entgegennimmt und mit einfacher Mehrheit bestätigt. Daraufhin hat die Krönung, unter Anwesenheit der Abgeordneten, gemäß den Bestimmungen des Hausgesetzes, stattzufinden.
    2) Ist der Landtag im Thronfolgefall aufgelöst sind die Neuwahlen so zu beschleunigen, dass die Einberufung spätestens vierzehn Tage nach eintreten des Thronfolgefalls erfolgen kann.


    Artikel 35
    In seiner ersten Sitzung wählt der Landtag unter Vorsitz des großherzöglichen Canzlers für seine Legislaturperiode einen Präses. Er soll durch den dienstältesten zur Verfügung stehenden Abgeordneten vertreten werden.


    Artikel 36
    Ist der Landtag einberufen oder ein Eröffnungsedikt ergangen haben sich die Abgeordneten unverzüglich am Sitze des Landtages und zum im Edikt bestimmten Zeitpunkt einzufinden. Ist ein Abgeordneter verhindert, so soll er dies dem Präses vor Beginn der ersten Sitzung anzeigen. Ansonsten gelten die Regelungen nach Artikel 34 Absatz 4 Satz 2 und 3. Ist die Verhinderung des Abgeordneten bleibend gilt Artikel 29 Absatz 2 Satz 2.


    Artikel 37
    1) Der Landtag wird vom Großherzog persönlich oder durch einen Bevollmächtigten mit angemessener Feierlichkeit eröffnet. Alle nue in den Landtag gewählten Abgeordneten legen folgenden Eid auf die Verfassung ab:
    "Ich gelobe, die Staatsverfassung und die bestehenden Gesetze einzuhalten und im Landtag das Wohl des Großherzogtums nach bestem Wissen und Gewissen zu fördern, so wahr mir Gott helfe!"
    Der Eid soll vom Großherzog persönlich oder dem Bevollmächtigten abgenommen werden; der Gottesbezug kann aus religiösen oder weltanschaulichen Gründen entfallen.
    2) Abgeordnete, die erst später an den Sitzungen des Landtages teilnehmen legen den Eid in einer öffentlichen Audienz beim Großherzog ab. Ist dies bis zu der ersten Sitzung, an der sie teilnehmen sollen noch nicht geschehen, ist der Eid in dieser Sitzung durch den Präses abzunehmen.


    Artikel 38
    Der Landtag wird vom Großherzog persönlich oder einem Bevollmächtigten aufgelöst.


    Artikel 39
    1) Während einer Sitzungsperiode darf ohne Einwilligung des Landtages keiner seiner Abgeordneten verhaftet werden, ausser er wird auf frischer Tat ergriffen.
    2) Im letzteren Falle soll der Präses unverzüglich informiert werden. Dieser hat auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung die Bestimmung darüber zu setzen, ob der Abgeordnete weiterhin in Haft bleiben soll. Verlangt der Landtag es, haben die zuständigen Behörden die Fallakten auszuhändigen. Für die Dauer bis zur Abstimmung verbleibt der Abgeordnete gemäß den gesetzlichen Bestimmungen in Untersuchungshaft.
    3) Wird ein Abgeordneter außerhalb der Sitzungsperiode des Landtages verhaftet, ist dem Präses davon unverzüglich mit Begründung Mitteilung zu machen. Die übrigen Abgeordneten sollen in der nächsten Sitzung darüber informiert werden. Dauert die Haft bei ergehen eines neuerlichen Eröffnungsedikts an, so gilt Artikel 29 Absatz 2 Satz 2.


    Artikel 40
    1) Die Abgeordneten partizipieren an den Sitzungen einzig gemäß ihres Eides und ihrer Überzeugung. Sie sind weder für ihre Äußerungen, noch für ihre Abstimmungen im Landtag oder einem seiner Ausschüsse, Kommissionen oder sonst zugeordneten Organe gerichtlich belangbar, einzig wegen ihrer Äußerungen können sie sich dem Landtag verantworten müssen, jedoch niemals wegen ihren Abstimmungen.
    2) Die Disziplinarordnung soll in der Geschäftsordnung festgelegt werden.


    Artikel 41
    1) Zur Beschlussfähigkeit des Landtages ist die Anwesenheit von mindestens zwei dritteln der in der Verfassung vorgeschriebenen Zahl der Abgeordneten notwendig. Um einen Beschluss zu fassen bedarf es der absoluten Mehrheit unter den anwesenden Abgeordneten, soweit in der Verfassung nichts anderes vorgesehen wird. Dies alles gilt auch für durch den Landtag vorzunehmende Wahlen.
    2) Herrscht bei einer Angelegenheit Stimmgleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Handelt es sich um Wahlen, so soll dies erst nach dreimaliger Abstimmung geschehen.


    Artikel 42
    1) Über Wahlbeschwerden entscheidet das Landesverfassungsgericht. Es kann einem Abgeordneten seinen Sitz aberkennen.
    2) Der Landtag prüft mit einfacher Mehrheit die Wahl seiner Mitglieder anhand der Wahlprotokolle.


    Artikel 43
    Der Landtag gibt sich selbst eine Geschäftsordnung unter Beachtung dieser Verfassung und der gültigen Gesetze.


    Artikel 44
    Die Abgeordnetendiäten und Reisekostenentschädigungen werden durch Gesetz festgelegt. Sie sollen aus der Landeskasse gezahlt werden.


    Artikel 45
    Folgende Aufgaben sind dem Landtag insbesondere übertragen:
    a) die in dieser Verfassung bestimmte Mitwirkung an der Gesetzgebung;
    b) die Mitwirkung an Staatsverträgen nach Artikel 8 Absatz 2;
    c) die Festlegung des jährlichen Haushaltsvoranschlags und die Einrichtung von Steuern und anderen öffentlichen Abgaben;
    d) die Genehmigung von Krediten, Anleihen und Bürgschaften zu Lasten des Landes, sowie des Erwerbs und der Veräusserung von Grundstücken des Verwaltungs- und Finanzvermögens des Landes;
    e) die Genehmigung des in jeder Legislaturperiode von der Regierung über die Staatsverwaltung zu erstattenden Rechenschaftsberichts;
    f) die Kontrolle der Staatsregierung, insbesondere durch Befragungen und Untersuchungen;
    g) die Anklageerhebung gegen Mitglieder der Regierung wegen Verstoß gegen die Verfassung oder sonstige Gesetze vor dem Landesverfassungsgericht;
    h) die Beschlussfassung über ein Misstrauensvotum gegen die Regierung oder eines ihrer Mitglieder.


    Artikel 46
    1) Der Landtag besitzt das Recht zur Kontrolle über die gesamte Staatsverwaltung unter Einschluss der Justizverwaltung. Hierzu kann der Landtag Kommissionen oder Ausschüsse einsetzen; er muss sie einsetzen wenn ein Viertel seiner Mitglieder es verlangt. Sein Kontrollrecht erstreckt sich weder auf die Rechtssprechung der Gericht noch auf die dem Großherzog zugewiesenen Tätigkeiten.
    2) Der Landtag kann von ihm wahrgenomme Mängel oder Missbräuche in der Staatsverwaltung dem Großherzog oder der Regierung zur Kentniss bringen und ihre Beendigung verlangen. Über die daraus resultierenden Untersuchungen, deren Ergebnis und die dazu getroffenen Verfügungen ist der Landtag zu unterrichten.
    3) Der dazu entsandte Regierungsvertreter muss gehört werden und ist verpflichtet Zwischen- und Nachfragen der Abgeordneten zu beantworten.


    Artikel 47
    Einrichtungen nach Artikel 46 Absatz 1 Satz 2 können auch zu allgemeinen Themen eingerichtet werden.


    Artikel 48
    1) Das Recht zur Gesetzesinitiative besitzen:
    a) der Großherzog in Form von Regierungsvorlagen;
    b) die Abgeordneten des Landtages;
    c) die wahlberechtigten Bürger nach folgenden Bestimmungen.
    2) Wenn die Mehrheit der wahlberechtigten Bürger eines Fürstentums, deren Unterschrift und Stimmberechtigung durch die Verwaltung ihres Fürstentums beglaubigt ist, schriftlich beantragen ein Gesetz zu erlassen, abzuändern oder aufzuheben, so muss der Landtag dieses Begehren in seiner nächsten Sitzung behandeln.
    3) Eine Gesetzesinitiative zur Änderung der Verfassung aus der Mitte der Bürger benötigt die Mehrheit der wahlberechtigten Bürger aus zwei Fürstentümern.
    4) Genauere Bestimmungen zu Volksinitiativen sollen durch Gesetz getroffen werden.


    Artikel 49
    1) Ohne Mitwirkung des Landtages darf kein Gesetz erlassen oder geändert werden. Zur Gültigkeit eines Gesetzes ist neben der Zustimmung des Landtages noch die großherzögliche Sanction und die Gegenzeichnung derselben durch den verantwortlichen Regierungschef erforderlich. Daraufhin ist das Gesetz im Landesgesetzblatt zu veröffentlichen. Ist die Sanction nach einem Monate nicht erteilt, gilt sie als verweigert.
    2) Gemäß den Regelungen des folgenden Artikels kann außerdem eine Volksabstimmung notwendig werden.


    Artikel 50
    1) Jedes vom Landtag beschlossene Gesetz und jeder Staatsvertrag muss zur Volksabstimmung gebracht werden, wenn der Landtag eine solche beschließt oder es mehr als die Hälfte der Einwohner eines Fürstentums innerhalb von zwei Wochen nach Beschluss des Landtags fordern.
    2) Handelt es sich dabei um die Verfassung oder Teile von ihr, müssen von mindestens zwei Fürstentümern die Mehrheit der Bevölkerung eine Volksabstimmung fordern.
    3) Der Landtag kann auch darüber eine Volksabstimmung veranlassen, ob einzelne Grundsätze in ein zu erlassendes Gesetz aufgenommen werden sollen.
    4) Diese Volksabstimmungen finden landesweit statt. Eine Unterteilung nach Wahlkreisen findet nicht statt. Es entscheidet die absolute Mehrheit.
    5) Der Großherzog hat die in diesem Artikel benannten Fristen bis zur Sanction eines Gesetzes abzuwarten.
    6) Lehnt der Landtag einen Gesetzesvorschlag aus einer Volksinitiative ab, so ist dieser einer Volksabstimmung zu unterziehen.
    7) Nähere Bestimmungen zu Volksabstimmungen und -referenden werden im Zuge eines Gesetzes getroffen.


    Artikel 51
    1) Bestimmt ein Gesetz nichts anderes, tritt es fünf Tage nach Verkündung im Landesgesetzblatt in Kraft.
    2) Die Regelungen zum Landesgesetzblatt werden durch Gesetz geregelt.



    VI. Abteilung
    Vom Landesausschuss


    Artikel 52
    Für die Zeit zwischen zwei Sitzungsperioden, der Auflösung eines Landtages und dem Zusammentreten eines neuen besteht, an Stelle des Landtages zur Wahrnehmung seiner unmittelbar notwendigen Aufgaben und zur Leitung der Wahlen der Landesausschuss.


    Artikel 53
    1) Der Landesausschuss besteht aus dem bisherigen Präses des Landtages, der im Verhinderungsfall gemäß den Vertretungsregelungen in Artikel 35 vertreten wird, vier weiteren vom Landtag gewählten Mitgliedern, den fünf Fürsten und dem großherzöglichen Canzler als Vertreter desselben.
    2) Die vier Mitglieder des Landesausschusses sollen von jedem Landtag in seiner ersten Sitzung gewählt werden.


    Artikel 54
    Der Landesausschuss gibt dessen Aufgaben mit Zusammentritt eines neuen Landtages an diesen ab. Er kann jedoch auch vom Großherzog durch Edikt mit der Wahrnehmung von Aufgaben betraut werden.


    Artikel 55
    Der Landesausschuss soll insbesondere:
    a) darauf achten, dass die Verfassung aufrechterhalten, die Vollziehung der Landtagsangelegenheiten besorgt und der Landtag bei vorangegangener Vertagung oder Auflösung rechtzeitig wieder einberufen wird;
    b) den Haushalt und dessen Einhaltung überwachen;
    c) künftige Landtagssitzungen vorbereiten, wenn er dazu vom Landtag beauftragt worden ist;
    d) in dringenden Fällen Anzeige an den Großherzog oder die Regierung erstatten und bei Bedrohung oder Verletzung verfassungsmäßiger Rechte oder Vorschriften das Landesverfassungsgericht anrufen;
    e) die Einberufung des Landtages beantragen, wenn die Situation es erfordert.


    Artikel 56
    Der Landesausschuss kann keine bleibenden Vereinbarungen eingehen und ist dem Landtag für seine Geschäftsführung verantwortlich.


    Artikel 57
    1) Der Landessausschuss tagt am Sitze des Landtages, wenn der großherzögliche Canzler oder der Landtagspräses ihn einberuft.
    2) Damit er beschlussfähig ist müssen mindestens acht Mitglieder anwesend sein.


    Artikel 58
    Die Mitglieder des Landesausschusses beziehen dieselben Diäten und Entschädigungen, wie die Landtagsabgeordneten.



    VII. Abteilung
    Von der Regierung


    Artikel 59
    1) Die Landesverwaltung wird unter Vorbehalt der weiteren Bestimmungen dieses Artikels durch die dem Großherzog und dem Landtag verantwortliche Landesregierung gemäß den Bestimmungen dieser Verfassung und den gültigen Gesetzen ausgeübt.
    2) Durch Gesetz, durch gesetzliche Ermächtigung oder durch Verordnung können bestimmte Geschäfte der Regierung einzelnen Amtspersonen, Amtsstellen oder Kommissionen, unter Vorbehalt des Vorrechts der Landesregierung zuerst zu entscheiden, zur selbstständigen Bearbeitung übertragen werden.
    3) Für die Erledigung besonderer sozialer, kultureller oder wirtschaftlicher Aspekte können durch Gesetz Körperschaften, Anstalten, Stiftungen, Instititute und ähnliche Einrichtungen errichtet werden, die der Oberaufsicht der Landesregierung unterliegen.


    Artikel 60
    1) Die Landesregierung besteht aus dem Premierminister und weiteren von ihm bestimmten Landesministern.
    2) Der Premierminister und die weiteren Landesminister werden vom Großherzog auf Vorschlag des Landtages ernannt. Einer der Minister soll auf Vorschlag des Landtages zum Vizepremierminister ernannt werden.
    3) Die Mitglieder der Landesregierung müssen Bürger des Großherzogtums Hamartia und zum Landtag wählbar sein.
    4) Die Landesregierung bleibt im Amt, bis in der ersten Sitzung eines neuen Landtages eine neue Landesregierung gewählt wurde. Bis zur Ernennung einer neuen Regierung führen die bisherigen Regierungsmitglieder die Geschäfte fort.


    Artikel 61
    1) Entziehen Großherzog oder Landtag der Regierung das Vertrauen, hat sie ihr Recht zur Amtsführung verwirkt. Für die Zeit bis zur Wahl einer neuen Regierung übernimmt der Landesausschuss deren Aufgaben. Der Landtag hat eine neue Regierung in seiner nächsten Sitzung zu wählen.
    2) Verliert ein einzelnes Mitglied der Regierung das Vertrauen von Großherzog oder Landtag, wird es seines Amtes enthoben. Ein Nachfolger ist durch den Landtag in dessen nächster Sitzung zu wählen und durch den Großherzog zu ernennen.


    Artikel 62
    Die Landesregierung beschließt mit einfacher Mehrheit, sie ist beschlussfähig wenn mehr als die Hälfte ihrer Mitglieder anwesend ist. Bei Stimmgleichheit gibt die Stimme des Premierministers den Ausschlag. Die Landesregierung entscheidet selbstständig, ob sie öffentlich oder geheim tagt.


    Artikel 63
    Die Landesregierung erledigt ihre Aufgaben teils ressortorientiert, teils kollegial.


    Artikel 64
    Die Landesregierung gibt sich eine Geschäftsordnung.


    Artikel 65
    Der Premierminister hat den Vorsitz in der Regierung. Er übernimmt die ihm unmittelbar durch Großherzog oder Gesetz übertragenen Geschäfte und zeichnet die großherzöglichen Sanctionen, Edikte, Verordnungen und Einrichtungen gegen und ist als Repräsentant des Großherzogs zu behandeln.


    Artikel 66
    Der Großherzog vereidigt die Regierungsmitglieder mit folgender Eidesformel:
    ""Ich gelobe, die Staatsverfassung und die bestehenden Gesetze einzuhalten und im Dienste und Wirken der Landesregierung das Wohl des Großherzogtums nach bestem Wissen und Gewissen zu fördern, so wahr mir Gott helfe!"
    Der Eid soll vom Großherzog persönlich oder dem Bevollmächtigten abgenommen werden; der Gottesbezug kann aus religiösen oder weltanschaulichen Gründen entfallen.


    Artikel 67
    Ist der Premierminister verhindert übernimmt der Vizepremierminister die dem Premierminister zugeordneten Aufgaben und Pflichten. Ist auch der Vizepremierminister verhindert, tritt für ihn der älteste Minister ein.


    Artikel 68
    Aufgaben der Regierung sind insbesondere:
    a) die Beaufsichtigung aller ihr unterstellten Behörden und Beamten sowie die Ausübung der Disziplinargewalt über diese;
    b) die Verteilung des für die Führung der Geschäfte notwendigen Personals auf die jeweiligen Behörden und Einrichtungen;
    c) die Oberaufsicht über den Strafvollzug;
    d) die Verwaltung des Staatsbesitzes;
    e) die Überwachung der ordnungsgemäßen und ununterbrochenen Geschäftsganges der ordentlichen Gerichte;
    f) die Erteilung des Berichts an den Landtag, der einmal pro Legislaturperiode erfolgen soll;
    g) die Ausarbeitung von Regierungsvorlagen an den Landtag;


    Artikel 69
    Die nähere Organisation der Verwaltung ist durch Gesetze und Verordnungen zu regeln.



    VIII. Abteilung
    Von den Gerichten


    Artikel 70
    Es bestehen die gemäß den Gerichtsvorschriften des Kaiserreiches Seyffenstein-Bajar eingerichteten Gerichte.


    Artikel 71
    1) Gemäß den Gerichtsvorschriften des Kaiserreiches Seyffenstein-Bajar nimmt das Großherzogtum das Recht auf ein Landesverfassungsgericht war.
    2) Es besteht aus fünf Richtern, die vom Landtag gewählt werden. Sie sollen unter sich einen Präsidenten wählen und sich für ihre Geschäftsgänge eine Geschäftsordnung.



    IX. Abteilung
    Abschlussbestimmungen


    Artikel 72
    1) Soll die Verfassung geändert werden, so bedarf eine solche Initiative im Landtag der Zustimmung aller anwesenden Mitglieder oder in zwei aufeinander folgenden Abstimmung der Mehrheit von zwei Drittlen der Mitglieder des Landtages. Scheitert die Änderung im Landtag kann dieser mit einfacher Mehrheit eine Volksabstimmung darüber veranlassen.
    2) Das in Absatz 1 beschrieben Verfahren findet in Verfassungsänderungen nach Artikel 73 keine Anwendung.


    Artikel 73
    1) Stellt die Mehrheit der Bürger eines Fürstentums den Antrag zur Abschaffung der Monarchie, so muss der Landtag binnen vier Monaten eine republikanische Verfassung ausarbeiten und zur Volksabstimmung stellen. Der Großherzog darf einen Gegenvorschlag einbringen.
    2) Die wahlberechtigten Bürger haben stets eine Stimme weniger als Vorschläge zur Wahl stehen. Es erreichen stets die Vorschläge mit den meisten Stimmen den nächsten Wahlgang. Stehen nur noch zwei Optionen zur Auswahl gilt der Vorschlag als angenommen, der die absolute Mehrheit erreicht.


    Artikel 74
    Alle Gesetze, Verordnungen und sonstigen Bestimmungen, die mit dieser Verfassung oder einer ihrer Bestimmungen in Widerspruch stehen sind aufgehoben.


    Artikel 75
    Diese Verfassung tritt mit Verkündung in Kraft.[/brief]



    Der Platz ist benannt nach dem berühmten Großherzog Wilfried II., der das Großherzogtum zum Königreich erhob. Auch wenn dieser Schritt später rückgängig gemacht wurde, gehört diese Epoche der Geschichte des Großherzogtums zu denen, an die sich die Bürger immer gerne zurückerinnern.

    [align=center][brief]


    Im Folgenden mögen wir, Wilfried II. die Rechte unserer Fürsten ergänzen.


    XIV. Articel
    Es sey unser alleiniges Recht Steuern auf dem Reichsboden zu erheben.


    XV. Articel
    Es sey unser alleiniges Recht Zölle auf dem Reichsboden zu erheben.


    XVI. Articel
    Alle fürstlichen Gerichte sollen sich zuvorderst an der cöniglichen Gesetzgebung und erst danach an der fürstlichen Gesetzgebung halten.


    Mit unserem großen Siegel bezeugen wir die Rechtsakt dieses Addendums,
    das wir durch unseren Cöniglichen Chroncanzler am Neunten Tage des Fünften Monats des Jahres 1533 nach Christi Geburt vorgelegt bekamen.


    Unterschrift und Siegel König Wilfried II.
    [/brief]

    [brief]
    Im Folgenden mögen wir, Wilfried II., erklären, welche Rechte unseren Fürsten gegeben seyn sollen und versprechen sie ewig einzuhalten und geloben sie nicht zu übertreten.


    I. Articel
    Es sey unseren Füsten garantiert, dass wir uns keyn Land und auch keyn Gut ihres Besitzes aneignen, ohne zuvor nicht die Zustimmung des fürstlichen Rates erhalten zu haben.


    II. Articel
    Es sey unseren Fürsten garantiert, dass wir ihnen keyne Steuern auferlegen, ohne zuvor nicht die Zustimmung des fürstlichen Rates erhalten zu haben.


    III. Articel
    Es sey unseren Fürsten garantiert, dass wir keine Zölle auf Waren aus ihren Landen erlassen, ohne zuvor nicht die Zustimmung des fürstlichen Rates erhalten zu haben.


    IV. Articel
    Es sey unseren Fürsten garantiert, dass sie ihr Fürstentum selbstverantwortlich regieren und die Verwaltung ihres Fürstentums selbstverantwortlich geben können.


    V. Articel
    Es sey unseren Fürsten gestattet auf ihrem Gebiet Gerichte einzurichten und selbst zu bestimmen, inwieweit die cöniglichen Gerichte Zugang zu der fürstlichen Rechtssprechung erhalten sollen.


    VI. Articel
    Es sey von nun an gegeben, dass auf unserem ganzen Reichsgebiete wir das alleinige Recht tragen, Münzen zu prägen.


    VII. Articel
    Es sey von nun an Pflicht unserer Fürsten, unsere Cölle einzuziehen und uns zu übergeben, nachdem sie den dritten Teil für sich nahmen.


    VIII. Articel
    Es sey von nun an Pflicht unserer Fürsten, unsere Steuern einzuziehen und uns zu übergeben, nachdem sie den fünften Teil für sich nahmen.


    IX. Articel
    Es sey von nun an Pflicht unserer Fürsten, uns zu folgen wenn wir dies fordern und ihre Truppen unserem Befehl zu unterstellen.


    X. Articel
    Es sey von nun an keinem unserer Fürsten erlaubt stehende Heere zu halten, ohne das dies zuvor durch uns erlaubt wurde.


    XI. Articel
    Es sey von nun an bestimmt, dass die Fürsten nur der Gerichtsbarkeit des fürstlichen Rates unterliegen und keinem cöniglichen oder fürstlichem Gerichte unterliegen müssen.


    XII. Articel
    Es sey von nun an bestimmt, dass die Fürsten von Kasterlitz, von Schimmeldorf, von Waldburg, von Weißmark und jene von Hohenfeste den fürstlichen Rat bilden sollen.
    Somit seyen sie beauftragt, die Fürsten beim Cönig zu vertreten und ihre Rechte durchzusetzen.


    XIII. Articel
    Der Cönig soll den fürstlichen Rat hören, wann immer dieser es verlangt.


    Mit unserem großen Siegel bezeugen wir die Rechtsakt dieser Proclamation,
    die uns vorgelegt ward durch die fürstlichen Vertreter am Siebzehnten Tage des Dritten Monats des Jahres 1531 nach Christi Geburt


    Unterschrift und Siegel König Wilfried II.[/brief]