Jahrestag der Revolution

  • In fünf Tagen wird der 17. Jahrestag der sozialistischen Septemberrevolution gefeiert. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, darusische Flaggen und Banner mit revolutionären Losungen schmücken bereits den Plaza.

  • Nachdem bereits einige Reden gehalten wurden, darunter eine von Lopez über die Rolle der Jugend im Staat und eine von Sankaro über die brutale Unterdrückung der Manschu und Towa durch Dreibürgen, tritt Rivero auf die Bühne.


    Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Bürgerinnen und Bürger,


    Jahrestage sind immer ein guter Zeitpunkt um auf das Erreichte zurückzublicken. Vor 17 Jahren hat das darusische Volk die Monarchie, die korrupte provisorische Regierung, den Adel und das Großkapital endgültig zum Teufel gejagt und seine Geschicke in die eigenen Hände genommen. In den turbulenten ersten Jahren nach der Revolution wurden die notwendigen Klassenkämpfe entschlossen geführt und das Bündnis zwischen der Arbeiterklasse und den fortschrittlichen Teilen des Kleinbürgertums geschmiedet, das heute die Grundlage unseres Staates bildet. Die innere Konterrevolution wurde seitdem erfolgreich marginalisiert und kann heute kaum noch spürbar Einfluss auf die darusische Politik nehmen. So konnte es uns gelingen, den Lebensstandard für breite Bevölkerungsschichten zu heben, den Gegensatz zwischen Stadt und Land zu verringern und das ganze Lande sowohl technologisch als auch kulturell zu modernisieren. Nicht nur im Inneren sondern auch nach Außen konnte sich die Revolution behaupten. Das sozialistische Darusien hat seinen Platz in der Welt gefunden. Unser größter Erfolg war mit Sicherheit die tauroggische Revolution und die darauf folgende Gründung der Union Sozialistischer Republiken.


    An Jahrestagen sollte man allerdings nicht nur zurückblicken sondern auch in die Zukunft schauen und einen Ausblick auf die geplanten Entwicklungen geben. Nach dem beispiellosen wirtschaftlichen Niedergang unseres Landes in den 90er Jahren und Anfang der 2000er haben wir mittlerweile wieder ein durchschnittliches adrasteisches Niveau erreicht, doch das genügt natürlich nicht. Wir wollen nicht nur mit den kapitalistischen Ländern mithalten sondern die Überlegenheit des Sozialismus unter Beweis stellen, anders werden wir uns auf Dauer nicht gegen die führende imperialistische Macht an unseren Grenzen durchsetzen. Wir müssen ein Vorbild sein für die dreibürgische Arbeiterklasse, für die Proletarier aller Länder und die unterdrückten Kolonialvölker. Wir müssen nach wie vor stets kampfbereit sein, denn die herrschende Klasse Dreibürgens wartet nur auf einen günstigen Moment, die Revolution militärisch zu zerschlagen und unser Land zu versklaven. Um dem Imperialismus nicht nur zu widerstehen sondern ihn auch zu überwinden brauchen wir allerdings Verbündete. Als Außenbeauftragter der USR ist es mein besonderes Anliegen, Bündnisse zu diesem Zweck zu schmieden. Die Vertiefung des Beziehungen zu Andro, das Zarismus und Bourgeoisherrschaft überwunden hat, ist mein erstes Anliegen, doch auch jene Länder, die den Sozialismus auf anderen, schwierigeren Wegen zu erreichen versuchen, dürfen nicht vernachlässigt werden. Ich denke dabei vor allem an Länder wie Masowien-Baltonien oder Tchino. Differenzen in der marxistischen Theorie und Praxis dürfen uns nicht von der notwendigen Zusammenarbeit gegen den imperialistischen Hauptfeind abhalten.


    Dies sind also unsere drei Hauptziele für die Zukunft: Weitere Entwicklung der Produktivkräfte und Erhöhung des Lebensstandards, Beibehaltung und Verbesserung der Kampfbereitschaft im Falle einer dreibürgischen Invasion, vertiefte internationale Zusammenarbeit mit sozialistischen und antiimperialistischen Kräften. Für die Umsetzung des Letzteren werde ich persönlich Sorge tragen.


    Es lebe die Revolution! Es lebe das sozialistische Darusien!

    Er hebt die Faust und tritt von der Bühne ab.

    Augusto Javier Rivero Diaz, auch bekannt unter dem Namen Bebel

    USR-Außenbeauftragter

    Mitglied des ZK der PSU