Übersicht der in Korland verwendeten Spannungen im öffentlichen Stromnetz

  • Ich mißbrauche das Forum, um daran zu basteln, ist ja nicht geheim und wer mag, darf sich fachlich oder nichtfachlich äußern.


    Niederspannungsnetz


    Zweileitersystem

    110 Volt

    220 Volt


    Dreileitersystem (Das ist kein Drehstrom, sondern nur eine Phase mit Mittenanzapfung des Trafos, nennt man im angloamerikanischen Raum Split-Phase.)


    110/220 Volt

    220/440 Volt


    Drehstrom


    110/190 Volt

    127/220 Volt

    150/260 Volt (Nur Insterberg und Umland, die Technik soll in der Frühzeit beispielsweise aus Gran Novara bezogen worden sein; war RL in Deutschland exotisch in romanischen Staaten recht verbreitet, Süddeutschland und Österreich hatte das wohl etwas häufiger)

    220/380 Volt


    Wobei zumindest alle Systeme bei denen 220 Volt nicht möglich ist Reliktsysteme sind. Bei Neuinstallationen dürfte 220/380 Volt Drehstrom der Vorzug gegeben werden. Wobei Glühbirnen an niedrigeren Spannungne effizienter brennen, dafür sind die Leitungsverluste größer un der Bedarf an Rohstoffen für die Leitungen größer (je niedriger die Spannung, desto größer muß der Leiterquerschnitt bei gleicher Leistung sein). Gut möglich, daß man in Großstädten in gewerbelosen Vierteln eher 127/220 installiert und die Glühlampen auf 127 Volt brennen läßt, auf dem Land mit langen Leitungswegen eher generell 220/380. Keine Ahnung wie das bei Einzelweilern läuft, aber eher auch 220/380, landwirtschaftliche Geräte wie Pumpen und Heizstrahler für die Ställe schlucken ja zuweilen einiges an Strom. Ob solche Bauerngeräte in Korland überall schon in größere Zahl vorhanden sind, wäre die andere Frage, aber man plant ja auch für die Zukunft.


    Glühlampen sind für 110, 127, 150 und 220 Volt erhältlich. Für 260 Volt eher nicht oder nur als Spezialanfertigung bzw. exotisches Spezialprodukt. 150 Volt war ja eine Art Kompromißspannung.


    Das Zwei- und Dreileitersystem sind Reliktinstallationen und werden allenfalls noch in Einzelfällen neu errichtet.


    Die Netzfrequenz dürfte bei 50 Hertz liegen, jedenfalls im Verbundnetz, ob es noch (kleine) Inseln mit abweichenden Frequenzen gibt, muß ich mal drüber nachdenken.

  • Viel Geräte wie Radios werden Spannungswähler haben, ob Schaltnetzteile schon sehr verbreitet sind, die sich automatisch an die Spannung anpassen, ist eine andere Frage. Bietet sich aber irgendwie an, bei einem solchen Spannungswirrwar.


    So problematisch wie das scheint ist das alles nicht. bei einer elektrischen Heizplatte kann man etwa recht leicht von 110 auf 220 Volt umstellen, indem man entweder parallel oder in Reihe schaltet, auch bei Motoren geht das leicht. Nur 150/260 Volt machen Ärger, weshalb die Umstellung Insterbergs sicher ein dringendes Ziel ist aber freilich höchst unpopulär bei denen, die sich dann ihre Geräte umbauen lassen können.