Standestagung von Handlung und Gewerbe (Industrie und Handwerk) nebst Gefolgschaft

  • Ich glaube, um ehrlich zu sein, Politik und Wirtschaft kann man gar nicht scharf trennen, fast jede wirtschaftliche Entscheidung ist auch eine politische und umgekehrt, meine Herren, auch wenn vielleicht die Frage nach der Wiedereinführung der Monarchie weit über ihre wirtschaftliche Bedeutung herausragt und man sie gemeinhin nicht rein wirtschaftlich treffen wird.

  • In der Tat, diese Trennung erscheint mir ebenfalls willkürlich. Ich unterstütze jedenfalls alles, was unser Ausfuhren ins Ausland erhöht und die Rohstoffversorgung für diejenigen verbessert, die sie benötigen.


    Im übrigen, Herr Dr. Ingenieur Schündler, sprechen Sie hier nicht für die Regierung, oder Ihren Bruder und können irgendjemand einfach den Mund verbieten! Ich habe das rein aus wirtschaftlichen gründen vorgeschlagen.


    Werter Herr Vorsitzender, Generaldrirektor Oldendorff, denken Sie dabei an bestimmte Staaten?

  • Ja aber natürlich Gnädige Frau, Treckelhude, Alstyna, Vanezia und San Vezzano. alles Länder die vom Handel leben, davon abhängig sind, egal ob nun Seehandel , Luftverkehr, Straße oder eben Schiene. Jene müssen wir gewinnen, den wenn die reinen Handelsstaaten protestieren, es schnell vorbei mit jeder Blockade.

    Zumal ich noch einen Trumpf im Ärmel habe, den neuen Regierungspräsidenten von Nordharnar höchstselbst, ich kenne einen seiner Verwandten , den alten Keiler von Kaltenwald, er könnte auf familiärer Ebene, in unseren Sinne auf den Regierungspräsidenten einwirken.

  • Edgar Blaudschun

    Hat den Titel des Themas von „Standestagung der Industriellen und Händler nebst Gefolgschaft“ zu „Standestagung von Handlung und Gewerbe (Industrie und Handwerk) nebst Gefolgschaft“ geändert.
  • Der ehemalige Vorsitzende, Fabrikant Schneidereit


    Frau Quassowski wollte folgende Punkte auf der Tagesordnung haben, wir sollten uns Stück für Stück ihnen zuwenden:


    1. Auswirkungen Seeblockade,
    2. Schlechter Zugang zu Rohstoffen, Technologien und Absatzmärkten,
    3. Versagen der Regierung,
    4. Wirtschaftliche Rückständigkeit Korlands,
    5. fehlende Beziehungen zu den Nachbarstaaten,
    6. Defizite in der Schulausbildung,
    7. Mangelnde Wettbewerbsfähigkeit als Folge dieser Versäumnisse




  • Ich stehe natürlich zur Verfügung. Nun, was ich getan habe? Ich habe entsprechend den Vorgaben des Kanzlers Geldmittel zur Verfügung gestellt, um die durch die Seeblockade besonders betroffenen Betriebe zu unterstützen. Ich habe neben Umschichtungen auch Kredite bei einheimischen Banken aufgenommen bzw. Staatsanleihen herausgegeben, daurch konnte ich zusätzliche steuerliche Belastungen vermeiden. Gemessen an diesen Bedingungen ist mein Haushalt in Ordnung.


    Leider sind wir im Ausland nicht kreditwürdig durch die Seeblockade und die Aufzehrung der Devisenreserve unter Scheuersmann. Deshalb habe ich entgegen meinen eigentlichen Überzeugungen die Devisenbewirtschaftung beibehalten, um dafür zu sorgen, daß alle dringenden Devisenbedürfnisse befriedigt werden können. Höchste Priorität haben dabei Devisenaufwendungen für nicht substituierbare Roh- und Hilfsstoffe, wobei objektiv unersetzbare Grundstoffe die Prioritätenliste anführen, also solche ohne die die Produktion in zentralen Zweigen zusammenbricht, sagen wir Roheisen und Zuschlagstoffe in der Stahlerzeugung, die nächste Priorität haben nicht substituierbare pharmazeutische Erzeugnisse bei denen es um Leben und Tod geht, danach kommen zwangsweise aus dem Ausland zu beziehende Ersatzteile für Fabrikanlagen [...] die geringste Priorität haben schließlich Südfrüchte und Genußmittel, vom Import komplett ausgeschlossen sind zur Zeit auch in Korland hergestellte Produkte, was Ihnen ja geschäftlich entgegenkommen dürfte.


    Die Regierung verhandelt ja gerade mit Nordhanar um die Beseitigung der Blockade und ich hoffe, daß wir da bald zu einem Ende kommen und sich dann die Devisensituation sich entspannt. Wir suchen auch nach neuen Absatzmärkten, in der momentanen Sitaution sind aber weitgehend die Hände gebunden, so lange wir blockiert sind, sind Geschäfte mit Korland Hochrisikogeschäfte.