Besuch des Genossen Telmann

  • Emil Telmann

    Hat den Titel des Themas von „Besuch des Genpssen Telmann“ zu „Besuch des Genossen Telmann“ geändert.
  • "Wat iss!" poltert der Genosse Gerdu Donk "Waaaat iss - kumd de rinn!" ertönt es lauter aus dem Mund des Staasratsvorsitzenden als er einen gewissen Trubel hinter der Türe zu seinem Amtszimmer vernahm. Schnellen Schrittes wandte er sich zur Türe und öffnete diese als er den Genossen Telmann vor sich sah. "Seid jejrösst Jenosse, kummt herinn unn setz Düch! Verzell ens, wie et Dich jät!"

  • Tritt ein und bevor den Genossen Donk begrüßt, reckt der die Faust nach oben.

    "Rot Heil, Jenosse Donk."

    Dann erst kommt Handschlag und Bruderkuss.

    "Ick wull ma nach Dich schaun. Dachte dat Du eventuell erkrankt bist. Weil ick nüsch von Dich hörte. Hoff dat alles klar is up de Dampfer? Wat mich zu Dich führt, Jenosse, ist der Umstand, dat dieses VF-Pack nun im Korland rejiert. Wie ick die Bande einschätze strecken die schon ihre jierigen Poten nach unserer Heimat aus. Ick benotje Deine Zustimmung die Armee und die Volkswacht zu mobilisieren.

    Frage dazu, willst Du den Oberbefehl über die Armee beibehalten? Wenn ja, dann bitte ich Dich Jenosse mich zum Ministerpräsidenten und zum Generalstabchef zu ernennen. Wir beide müssen und wir werden unsere Heimat schützen. Deshalb ruft den Kriegszustand aus, setzt den Sechs-Jahresplan ein .

    Ick weiss dat ick , Dich jetzt überrenne, aber mein Lieber es is Kurz vor Zwölwe. Lass uns jetzt handeln ,wo wie es noch können, mein Lieber."

    In gewisser Hinsicht verstanden beide bestens, was auch ihr beider militärischer Hintergrund ausmachte.

  • "Setz Düch enz." der Staatsratsvorsizende überlegte kurz. "Ne, ne. Mer jeve denne nix zo biesse!" Gerdu versuchte den Genossen Telmann von seinem Standpunkt zu überzeugen. "Also, et iss doch äh su, wat die da drüvve donn, dat es denne ihr Sach. Mer wolle uns nur drumm kümmere, wat mer donn künne, dat die da drüvve och blieve. Ich hann da en Idee." Gerdudonk setzte sich wider auf seinen Platz hinter dem Schreibtisch und reichte Emil ein Schriftstück. "Hier, do iss ene Tünnes, däh von drüvve kütt. Lur Dir däh enz an unn blieve ens jätt ruhisch."

  • Nimm das Schreiben setzt den Kneifer auf und beginnt zu lesen. Wieder so ein Spleen von Telmann , keine Brille , nein ein Kneifer muss es sein. Es fragen schon einige hinter vorgehaltener Hand, wann dann das Monokel kommt.

    Was er da lies interessiert ihn schon, den einiges ähnelt der sozialistischen Idee sehr.


    Jut , mein Lieber ick halt de Beene stille. Aber den "Sechs-Jahr-Plan" werden wir einführen und die Volkswacht wird mobilisiert.

    Wat die da schreiben is zum Teil nich all zu weit von uns entfernt, jut, aber wir sollen das beobachten.