• Also wir können gerne insoweit einen futunischen Erfolg annehemen, daß die Ernte damit im hart dekontaminierten Gebiet unbrauchbar ist, wobei das Gebiet auch nicht zu groß sein sollte, aber daß sich der Pilz im ganzen Land aubreitet wie seinerzeit die Krautfäule in Irland, darauf habe ich eher keine Lust.


    Dein Vorschlag, daß schon Wasser den Pilz ruiniert ist ja nun auch eher unrealistisch bei einem eigens gezüchteten Pilz.


    Meine Beschreibung war auch mal länger, wurde dann aber für den Kern auf "Brachialmethoden" gestutzt, weil ich mich da nicht genug auskenne; es waren mal Beispiele genannt, u.a. auch Abfackeln, die konkreten Beschreibungen ließ ich dann aber lieber weg, weil vor allem das Abfackeln besprengen aus der Luft mit Formaldehyd- oder Kupfersulfatlösung usw. unberechenbar schien. Dafür bin ich schlicht kein Fachmann und habe auch nicht die Zeit mich umfänglich einzulesen.

  • Oh bitte, wer redet denn vom ganzen Land. Wenn überhaupt waren das vielleicht vierzehn Hektar pro Flugzeug, bei 50 Prozent Verlust. Da ist der eigene Pilz in Korland sicher effektiver. Das gibt dann doppelte Konsequenzen für verfehlte Operationziele inklusive schlampiger Planung und Durchführung sowie Verlust teurer Technik. Für strategische Waffen nutzt man nicht drei veraltete Flugzeuge mit nur einer Deckung sondern im Idealfall die Interkontinentalraketen. Die sind allerdings unter Kontrolle der Hegemonie.


    Es ist die Schattenseite der Megakonzerne: Tiamat ist zu groß und zu mächtig, um angemessen bestraft zu werden. Wenn Tiamat also da Krieg spielt, leidet die Hegemonie unter den Konsequenzen. Mit dem Trick über Diyarasu auch schön abgesichert. Mit anderen Worten eine absolute Katastrophe.

  • Ich habe den Futunen zum "großen Lügner" gemacht. Das was da vorher stand war mir dann doch nicht geheuer und ist mir im Eifer des Gefechts so durchgerutscht - in einer Gesellschaft wie der Korischen würde es sicher leicht über die Lippen gehen, aber nun ja.

  • Wie soll das mit dem Sondergericht jetzt weiterlaufen?

    Bei Scheuersmann und Quitzleben würde ich ja fast davon ausgehen dass die einfach verurteilt wurden, das könnte man durch eine Pressemeldung des Rundfunks veröffentlichen, sonst war da ja nichts mehr weiter offen, Eisenbieg ist ja begnadigt worden

  • Ich glaube nicht, dass du irgendwo auf Schmerzgrenzen treffen wirst. Die MNs sind ein raues Pflaster und auch real habe ich persönlich schon genug Diffamierrungen von Fremden abbekommen. Wie oft betont, habe ich außenpolitische Narrenfreiheit, weil das für das Rollenspiel in Futuna keine Rolle spielt.


    Und viele Konzepte sind nun mal so fremdartig, dass sie Ablehnung hervorrufen; zudem war Korland ja Opfer eines Angriffs. Die "Blut und Boden"-Debatte, die hier ja gerade geführt wird, ist ja eine Variation unseres Blutgeborenen-Konzeptes. Nur dass es eben allein um Abstammung geht und Ethnie keine Rolle spielt. Und Städte als normal gelten.


    Von daher kannst du auch zu üblerer Propaganda greifen. Nur auf faschistoide Schlagwörter würde ich verzichten. Das ist nicht nur rechtlich sondern auch moralisch geboten, vor allem weil die "lieben" Faschos gegen alles waren, was Deutschland damals bedeutend gemacht hat: Bildung, Kunst und empirische Studien. Wer seine Kultur verarmen lässt, hat den Abfalleimer der Weltgeschichte mehr als verdient, der Rest gereicht dann nur zur Verdammnis.

  • Das Ding war ja das, daß Schündler das nebenbei auf den ganzen Orient bzw. die meisten Orientalen ausdehnte.


    Damit hatte es auch so einen leicht antisemitischen Anklang. Dieser Anklang war mir natürlich bewußt, sollte aber Schündler charakterisieren. Schündler hat ja einen jüdischen Finanzminister, ist aber dennoch so ein latenter Antisemit, der denkt, mit den Juden muß man sich gut halten, wenn man nicht will, daß die ihre Netzwerke gegen einen benutzen. Sicher würde er sie aber gegen Übergriffe schützen und ebensowenig würde er sie jemandem ausliefern, der sie ermorden will.


    Da gibt es und gerade vor 1945 nicht immer nur Schwarz oder Weiß. Wobei das ja so konstruiert ist, daß sich Schündler letztlich so verhält, wie er es den Juden seinerseits unterstellt, er will sich den Juden Goldstein nützlich machen, weil er glaubt die Juden kontrollieren die Finanzindustrie.


    Es schien mir passend - wenn auch sachlich wenig überzeugend - die Futunen in den Kontext "Orient" einzuordnen - schon um zu zeigen, daß Schündler die Feinheiten nicht so genau nimmt, er ist ja auch Kaufmann und kein Ethnologe oder Anthropologe. Das interessiert ihn vermutlich auch einfach nicht, ob das, was er sagt präzise ist. Aber ich merkte dann, daß das in dieser Intensität deplaciert war, auch mit Hinblick, daß jemandem das zu sauer aufstoßen könnet, sei es MNler oder Zaungast von außerhalb.


    Wie soll das mit dem Sondergericht jetzt weiterlaufen?

    Bei Scheuersmann und Quitzleben würde ich ja fast davon ausgehen dass die einfach verurteilt wurden, das könnte man durch eine Pressemeldung des Rundfunks veröffentlichen, sonst war da ja nichts mehr weiter offen, Eisenbieg ist ja begnadigt worden


    Offen sind auch noch noch die Prozesse gegen die beiden nordhanarischen Piloten.


    Ansonsten dürfte Futunas Angriff Schündler u. Co. fast ein Geschenk des Himmels sein, man könnte die befallenen Pflanzen von internationalen Experten begutachten lassen, die stellen dann fest, daß das ein Pilz ist.


    Jetzt ist Futuna das eine, man kann mit Futuna sich etwas kabbeln.


    Aber ein Geschenk ist es in Bezug auf Nordhanar, jetzt wird die Chemikalienstory hochgradig plausibel - wobei ein Pilz freilich noch weit plausibler ist als Chemikalien, so daß man auch mei Norhanar auf Pilz umschwenken könnte. Man kann ja weiters behaupten, da sie an der Grenze irgendwelche speziellen Gegenmittel einsetzen, damit sich der Pilz nicht auf ihre Gebiet ausbreitet oder gar etwas von pilzfest gezüchtetem Saatgut phantasieren, das aber schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit habe.


    Man stelle sich einen abendfüllenden Spielfilm mit dramatischer klassischer Musik als Untermalung vor.


    Heimtückischer Fungizidterror gegen Korland... ;)

  • Aber ein Geschenk ist es in Bezug auf Nordhanar, jetzt wird die Chemikalienstory hochgradig plausibel - wobei ein Pilz freilich noch weit plausibler ist als Chemikalien, so daß man auch mei Norhanar auf Pilz umschwenken könnte. Man kann ja weiters behaupten, da sie an der Grenze irgendwelche speziellen Gegenmittel einsetzen, damit sich der Pilz nicht auf ihre Gebiet ausbreitet oder gar etwas von pilzfest gezüchtetem Saatgut phantasieren, das aber schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit habe.

    Hell, yeah! So fahre Er die Propagandamaschinerie


    Offen sind auch noch noch die Prozesse gegen die beiden nordhanarischen Piloten.

    haben wir die noch bei uns? Beziehungsweise den einen, der andere wurde ja gerettet

  • Was die Verkündung der Strafen angeht, ja kann man mal gelegentlich machen, irgendwie finde ich das Dokument nicht mehr mit dem ich angefangen hatte die Anklage zu schreiben, was bedeutet, ich muß das StGB und das Militärstrafgesetzbuch wieder abklappern.


    Eigentlich wollte ich ja in eine Universitätsbibiothek und mir uralte Kommentarliteratur zum alten STGB besorgen, dazu kann ich mich aber nicht aufraffen.

  • haben wir die noch bei uns? Beziehungsweise den einen, der andere wurde ja gerettet

    Ja, der sollte freigesprochen werden, weil er von seinen Vorgesetzten dazu "gezwungen" wurde.


    Leider haben wir hier wieder das Problem "Kriegsrecht". Was darf ein Soldat, was nicht. Sicher, wenn er das ls Privatmann gemacht hätte, müßte man ihm zum Tode verurteilen, aber genau das hat er ja nicht, da ist normales Strafrecht nur ganz eingeschränkt anwendbar.


    Der juristische Streit wäre da wohl, komplex:


    Er ist ja in dem LKW mit Heimwehrmännern gelandet, Er hat es aber nicht getan, um diese zu zermatschen, sondern, weil er mit seinen Bomben aufgeschlagen und selbst daran umgekommen wären. Jetzt muß man auch noch fragen, hat er vielleicht durch sein Verhalten massiv weitere Leben gerettet, die weiche Landung verhinderte ja, daß die Bomben hochgingen. Wenn man da nicht zu einer Rechtfertigung/Entschuldigung kommt, wäre die Frage, ob er nicht nur ein Werkzeug der nordhanarischen Führung war, der glaubte ao handeln zu müssen, oder der Angst hatte, wegen Wehrkraftzersetzung... Dann stellt sich noch die Frage, sind dei Heimwehr Zivilisten oder sind sie als Paramilitärs wie Soldaten zu betrachten. Ist "möglichst viele umbringen" von seinem Auftrag gedeckt, widerspricht das nicht vielleicht dem naturrechtlich abzuleitenden Völkergemeinschaftsrecht.


    Ich frage mich wie eine traditionelle Schlacht mit zwei Gewalthaufen, die aufeinander zustürmten überhaupt ablief, das Ziel kann ja nicht gewesen sein, möglichst viel gegnerische Soldaten umzubringen, sondern sie zu besiegen. Wann war es eigentlich "erlaubt" nicht mehr weiter zu kämpfen. Weil streng genommen wäre doch eine schlacht bei zum äußersten bereiten Soldaten erst beendigt, wenn jeder feindliche Soldat Mann gegen Mann überwältigt wurde.

  • Ich stelle mir gerade die Frage, wie stark historisiert man sich die Bekleidungsstile in Korland im Durchschnitt vorstellen kann. Würde z.B. sowas hier nach Korland passen oder wär das schon zu modern?

  • Ich stelle mir gerade die Frage, wie stark historisiert man sich die Bekleidungsstile in Korland im Durchschnitt vorstellen kann. Würde z.B. sowas hier nach Korland passen oder wär das schon zu modern?

    In Korland dürfte die Mode auch Schwankungen unterlegen sein, orientiert wird sich aber aber so an 1930-1950. Wobei ja seitdem Korwitz nicht mehr da ist auch nicht mehr das Bedürfnis besteht, das hundertprozentig exakt zu nehmen. Ich finde die Mode von 1965 nicht moderner als die von 1940, sondern anders, jedenfalls wenn man mal sich nicht um Kunstfaser usw. kümmert.


    Mir sind die Bilder da oben, wenn Du es wissen willst, zu amerikanisch, Deutsche blickten immer recht ernst und nicht dieses "Cheese". Und wenn mal einer lachte, war es weniger breit und aufgesetzt.


    Frauen trugen die Haare in der Regel auch nicht offen, sondern zusammengesteckt, geknotet, mit Zöpfen - gab es auch andere, aber das war irgendwie unanständig. Wobei ich irgendwann mal Karteibilder aufgegriffener Prostituierter aus den USA sah, da würdest Du im Traum nicht daran denken, daß das welche waren.


    Warum fragst Du? Wenn Du Avatare suchst, kann ich sicher helfen, man bekommt die auch bunt heutzutage, da braucht man nur einen Klick zu tun, aber ich habe auch echte Farbaufnahmen.


    Selbst dieses schwierige Mottiv geht passabel - schwierig weil die Möglichkeiten es zu verpatzen Legion sind:


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.


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  • Wobei ich eh denke, daß das mit der Mode anders liefe, wenn Korland real wäre. Man würde halt sehen, was gerade modern ist und das Regime sortiert alles aus, was nicht gefällt, das wäre vermutlich realistisch, dazu käme Förderung der Trachten. Vielleicht würden auch Hüte und Mützen weiterleben, aber daß man Krawattenmuster und die Breite des Revers zementiert, scheint mir eher unrealistisch.


    Aber das Konzept ist halt so 1930-1950 (wobei die Damen natürlich keinen Bubikopf tragen wie 1930 noch, beid en Freun muß man wohl später ansetzen.


    Aber Randständige können eigentlich tragen, was sie wollen, die Löbenicht ist ja meine ID die Grenzen waren ja monatelang offen. Wobei da aktuelle Mode oder Moden von Subkulturen realistischer wäre als irgendwas von 1970, das die Koren nie erlebt haben und daher in Korland keine Verankerung hat.


    Was Du da gezeigt hat ginge schon noch, aber ich finde das jetzt irgendwie nicht mehr das eigentliche Konzept, aber, ich will da jetzt auch keinen Einstieg abwürgen, weil Du irgendwas Bestimmtes nehmen magst.

  • Warum fragst Du? Wenn Du Avatare suchst, kann ich sicher helfen, man bekommt die auch bunt heutzutage, da braucht man nur einen Klick zu tun, aber ich habe auch echte Farbaufnahmen.

    Ich suche nicht akut einen Avatar aber könnte mir schon vorstellen, demnächst in den Sommerferien mal in Korland reinzuschauen. Vielleicht bringe ich aber auch meinen linken Sozialdemokraten, den Wilhelm Schulz, als Exilkoren zurück.

    Ihre Erlaucht

    Gräfin Anna Henrietta von Ehrenfels

    Seyffensteinische Landesrätin

    Mitglied des Erzherzöglichen Konvents

    Vorsitzende der Christlichen Reichsbewegung

  • Das wäre nett. Mit Schulz in der bisherigen Form wird es aber problematisch, da das ganze nicht passiert ist. Wir haben hier den Umsturz 2007 nicht passieren lassen, lediglich war Schündler trotzdem Kanzler und die entsprechenden Leute Minister, alles was mit der Demokratie 2007-2010 verbunden ist, hat es nie gegeben. Schulz kann natürlich im Untergrund gewesen sein, aber eine SPK gab es 1938 zum letzten Mal und dann wieder 2020.

  • Es wäre vielleicht günstig auf der Homepage alles ab zu streichen und ggf. später zu ersetzen, denn das hatten wir als beseitigt angenommen, wird aber momentan natürlich ach wie vor als Tatsache angesehen, wen es da steht.


    Das System hatte bis Ende 2006 Bestand als immer mehr Bestechung und Korruption in der Regierung bekannt wurden und diese zunächst zu Demonstrationen und letztendlich dem Rücktritt der gesamten Regierung führten.


    II. Republik

    Anfang 2007 wurden nach teils heftigen Straßenschlachten der Korisch-Nationalen mit den neuerstandenen Kommunisten – in einer kurzen Phase der Anarchie nach dem Sturz des

    Systems Degenberg – , die ersten freien Wahlen seit Jahrzehnten abgehalten. Daraus gingen gemäßigt konservative Kräfte als Wahlsieger hervor, daneben konnten aber auch Korisch Nationale und Kommunisten höhere Anteile erzielen. Zum ersten Präsidenten wurde Herr Karl-Ludwig von Treuberg gewählt. Die erste Amtshandlung Treubergs bestand bezeichnenderweise – wegen einer Blockade monarchistischer Kräfte – darin, durch Notverordnung das Parlament aufzulösen und eine Notregierung unter Kanzler Wendehals einzusetzen.


    Gerüchteweise soll Treuberg diese Blockade wegen eigener politischer Ziele - er und Wendehals waren beides Parteigänger des Zentrums – nicht unrecht gewesen sein.

    Die zweite Wahl brachte bereits eine starke Mehrheit für frei- und nationalkonservative Kräfte, inzwischen waren die Reste der Korisch-Nationalen im Nationalkonservativen Bund, der gemeinsam von Alfred Schündler und Konrad von Eschingen gegründet wurde, aufgegangen.


    Daneben waren sozialdemokratische und nationalistische Kräfte vertreten gewesen, insgesamt hatte sich der Anteil gemäßigter Kräfte erhöht, die Regierung wurde durch Nationalkonservative und die Zentrumspartei gestellt. Am 19. April 2007 wurde KarlLudwig von Treuberg durch einen Wahlsieg des Freiherrn Konrad von Eschingen abgelöst, der später große Beliebtheit erlangen sollte, zunächst aber mit einem unterschiedlich aufgenommenen „Jahrtausendmarsch“ von sich Reden machte.


    Bis zum Ende der II. Republik regierte der Nationalkonservative Bund, der – politisch etwas indifferent – zwischen der Korisch Nationalen Partei Degenbergs und den modernen

    christdemokratischen Parteien sich bewegte. Seine Mitglieder setzen sich seit seinem Erstarken recht indifferent zusammen: Während Kanzler Alfred Schündler, von Berufswegen Automobilfabrikant, zwar als sozial eingestellt aber ansonsten als erzkonservativ und antiliberal gilt, ja in linken Kreisen gar als "Faschist" verschrien ist, gilt Johann Fredersen, Minister für Inneres und Wirtschaft, in seinem Geschäft ebenfalls Industrieller, dahingegen als Pragmat, der ungeachtet seiner Mitgliedschaft im Nationalkonservativen Bund mit dem politischen Liberalismus liebäugelt und auch vor Geschäften mit kommunistischen Regimes nicht zurückschreckt, so lange dergleichen nicht an das Licht kommt. Die beiden Präsidenten und NKB-Mitglieder Konrad von Eschingen und sein Vetter Adalbert von Eschingen, der ihm nachfolgte, waren trotz oder gerade wegen ihrer adeligen Junkerherkunft und ihrer Tätigkeiten in Militär und Berufsbeamtentum weniger polarisierende, ja gar integrierende Persönlichkeiten.


    Der zwar formal parteilose, aber in Wahrheit doch für den NKB kandidierende und später dem NKB beigetretene, Präsident, Wilhelm Anzünder, trug dahingegen 2008 mit seinen Reden vor den Vereinten Nationen und der Mobilisierung des Militärs ein gutes Stück zur Eskalation in dem Konflikt mit Fuchsen bei, der ursprünglich von Hofkanzler James Didot durch faktisch auf Korland geltend gemachte Ansprüche entfacht wurde. Die Auflösung der Landkammer durch Anzünder wurde danach von allen drei der in ihr vertretenen Parteien (Nationalkonservative, Sozialdemokraten und Bauernpartei) einstimmig abgelehnt und als nicht verfassungsgemäß kritisiert.


    In der Folge der Ereignisse und der Lähmung der Nationalkonservativen, wurde die Verfassung nach Vorschlägen des Sozialdemokraten Gustav Ollenhauer verändert und das Präsidentenamt durch Kontrollmöglichkeiten der Landkammer ein wenig eingeschränkt.


    II. Ständestaat


    Nachdem der NKB von Ende 2007 bis ins Jahr 2010 immer wieder an der Regierung beteiligt war und sie zuletzt zweimal ohne Koalitionspartner mit absoluter Mehrheit bzw. mit exakt

    der Hälfte der Stimmen regierte, kam es bei der Wahl im August 2010 zu einem erdrutschartigen Sieg des NKB, bei dem er 68,8 vH der Stimmen erlangte. Dieser Sieg wurde unter anderem durch das Aufstellen recht farbloser Kandidaten bei Sozialdemokratie und Liberalen begünstigt, nachdem Gustav Ollenhauer (SPK) schwer erkrankt und Isolde Höfner (KDP) aus der Politik ausgeschieden waren und sich die Bauernpartei unter Zicheritz gleich zum NKB bekannte.


    So erhielt auch Botho von Quitzleben, der Präsidentschaftskandidat des NKB, auf Anhieb 90,5 vH der Stimmen. Spekulationen vornehmlich linker Kreise, ob da Wahlfälschungen am Gange waren, konnten nie beantwortet werden, daß die Mehrheiten aber ohne jeden Zweifel auf der Seiten der Konservativen lagen, stellte niemand in Frage.

    Diese Mehrheiten im Verein mit der bereits im Voraus getanen Ankündigung, den Ständestaat wiederherzustellen, führten dazu, daß die erste Handlung der Landkammer

    darin lag, eine Verfassungsänderung hin zum Ständestaat in die Wege zu leiten. Soweit dies auch durch die Mehrheiten gedeckt war, war es verfahrenstechnisch nicht korrekt, als man

    gleich auf die formale Neubildung einer Regierung verzichtete, sondern die alte Regierung die Abstimmung über die neue Verfassung gewissermaßen auf der konstituierenden Sitzung vorlegte und Einwände der Sozialdemokraten und anderer Fraktionen erst gar nicht berücksichtigte. Überschattet wurde diese Wahl von einem Sprengstoffanschlag auf den Innenminister Johann Fredersen, der in der folgenden Zeit in einem Sanatorium verbrachte – die Umstände konnten bis jetzt nicht ganz geklärt werden.


    Weitere Anschläge auf örtliche Vertreter der Vaterländischen front und ein Autounfall des Außenministers kamen dazu.

    Neue Minister traten in die Regierung ein, so etwa für religiöse Fragen Dr. Friedrich Gogarten, für Volkswohlfahrt Elisabeth von Tarassau, für Propaganda Dr. Konrad Flemming und an Stelle Perleburgs Graf Yorck von Hohenstein als Minister des Auswärtigen, Wilhelm Schimmelpfennig trat als ehemaliger Eisenbahner als Minister für staatliche Betriebe und Industrie sein Amt an. Von Teilen der liberalen Unternehmerschaft wird seither mithin ausufernde Bürokratie beklagt, die sich in Sonderbehörden weiteren Ministerien, Ämtern für die verschiedensten Zwecke zunehmende administrative Eingriffe in das Wirtschaftsleben wie das Ständewirtschaftsgesetz u.ä. Maßnahmen äußerten.

    Im Winter 2010/2011 folgte ein Streik der Bergarbeiter im Zusammenspiel mit Resten der alten Gewerkschaften und Einflußnahme durch die kommunistische Sowjetrepublik, die sich

    in der kalten Jahreszeit recht bedrohlich ausnahmen, ebenso, wie sich diese Streiks hochgeschaukelt hatten endeten sie wieder, ein vermittelndes Angebot des Ministers für Staatsbetriebe Schimmelpfennig wurde ausgeschlagen, aber nachdem ein Gaswerk bei Tannenberg explodiert war, drohte die Regierung nun ernst zu machen.


    Die Geschichte für die Jahre 2010 / 2011 - 2015 muss noch rekonstruiert werden.