Öffentliche Ansprache des Kanzlers

  • Die perfekte Gelegenheit um den neuen ausländischen Fernsehapparat auszuprobieren.. im innländischen Programm lief schließlich nichts ordentliches und war teilweise auch von Störungen übersät. Waldszus war natürlich auch an der Rede an sich interessiert.

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    Spirituosen- & Likörunternehmer

    Regierungspräsident des Regierungsbezirkes Ortelstein

  • Statt dem Sendeschluss ertönt um 23.30 Uhr des 16. Mai 2020 die folgende Ansage: "Hier ist der Korische Rundfunk aus Kaisersburg. Wir schalten nun direkt in die Amtsräumlichkeiten des Kanzlers." Kurz darauf ist auch schon der Kanzler auf den Fernsehapparaten zu sehen, gleichzeitig kann man die Stimme des Kanzlers über die Rundfunkempfänger hören.


    Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,


    ich wende mich heute in dieser schweren Zeit an sie alle um sie über die Maßnahmen, welche die Regierung gesetzt hat und noch gedenkt zu setzen, zu informieren. Wir stehen derzeit in intensivsten Verhandlungen mit dem Kaiserthum Nordhanar um die Versorgung mit Nahrungsmitteln wieder zu verbessern, weiters werden wir demnächst auch mit Andro, Alsztyna und Dreibürgen solche Gespräche aufnehmen. Wir erhoffen uns durch diese Gespräche eine Wiederaufnahme des Handels mit diesen Staaten und die Möglichkeit auf diese Art und Weise an Nahrungsmittel zu kommen, als auch die Wirtschaft unseres Staates wieder zu reparieren.


    Wie sie auch sicherlich bereits gehört haben, wurde durch eine Verordnung die Gründung von politischen Parteien wieder legalisiert, sofern diese die Führung des Freistaats durch die Vaterländische Front akzeptieren, und in der Außen und Verteidigungspolitik die gleiche Linie wie die VF verfolgen. Gleichzeitig werden sich diese Parteien jedoch in den Vaterländischen Block einreihen, was die VF ebenfalls machen wird.


    Gerade in diesen Zeiten ist es wichtig dass jeder Mann und jede Frau alles dafür gibt unseren Staat wieder zu stabilisieren, auf dass uns eine blühende Zukunft bevor steht. Ich bitte sie inständigst darum, glauben sie an dieses Korland. Die Zeiten mögen schwer und turbulent sein, aber mit vereinten Kräften können wir es schaffen.


    Gott möge sie alle beschützen,


    ich wünsche ihnen eine gute Nacht.


    Daraufhin erfolgt der reguläre Sendeschluss durch das Abspielen der Korischen Hymne.

  • Irgendwie erinnerte Blaudschun diese Rede kurz vor Sendeschluß und kurz vor dem Gang in die Federn an einen Abgesang. Wie sonst außer durch Druck von außen wäre Scheuersmann auf die Idee gekommen, (zum Schein?) weitere Parteien zuzulassen?


    Und auch in anderer Hinsicht: Hatte man wohl noch vor 5 oder 6 Jahren einen riesigen Überschuß an Nahrungsmitteln gehabt und diese ausgeführt, so mußte man jetzt um Nahrungsmittel betteln.. Wobei das wohl schon damals im großen und ganzen das einzige Gebiert war, auf dem man noch einigermaßen konkurrenzfähig gewesen war - so schätzte das Blaudschun jedenfalls ein, gestützt auf das wenige, was er sicher von außerhalb wußte.

  • v. Schönhausen höre gespannt der Rede zu[-und war entsetzt. Er wusste zwar, wie schwierig die landwirtschaftliche Versorgung geworden war, bei Gott er hatte selbst mit diesem Problem zu kämpfen und er wusste auch wie viel Land durch den Bürgerkrieg vernichtet wurden war. Aber daß die Situation so prekär war hätte er nicht gedacht. Sorgenvoll ließ er sich durch einen Diener ein weiteres Glas Weißwein bringen. Diese Entwicklung kam einer Katastrophe für die Junker und deren landwirtschaftlichen Betriebe gleich. Nicht nur würden sie weniger verdienen, es war quasi eine Frage der Ähre Ehre, daß die korländische Landwirtschaft die Einwohner auch ernähren konnte. Mit einem Seufzer griff er zu dem schwarzen Bakelit-Telefon, welches auf seinem Schreibtisch stand, bediente die Wählscheibe und führte eine Telefonat. Nachdem er dieses beendet hatte führte er das nächste und danach das nächste. Zwar waren einige seiner Gesprächspartner, von denen er einige aus den Schlaf gerißen hatte, etwas mürrisch jedoch waren die Gespräche sehr produktiv, wie v. Schönhausen fand.

    Junker Jörg von Schönhausen

    Groß­ag­ra­ri­er

    Minister für den Nährstand

    Chef des Hauses derer von Schönhausen