Wohnhaus und Werkstatt Wohl

  • Ja leider mein Bester, aber wir geben nichts auf Gerüchte.


    Der Angestellte erschein mit einen Servierwagen auf dem je eine Karaffe weißen und roten Weines , sowie je zwei Gläser befinden.


    Was darf es sein, Roter oder Weißer? Gut sind sie beide, dafür garantiere ich.

  • Ja I aa net die Frag' is ja nur woos war (wäre), wann die wahr warn (wären)? Dann hättma a Gotha-Situation, da rechtmäßige Monarch wird gezwungen nach der Pfeife eines angemaßten Herrschers zu tanzen. Net auszudenkn...


    An Weißen. I moag eigentlich an Roten liaber, aber i sik scho gnug rot im Parlament. Des glaab i aufs Wort, bei am Moa der so vui Stui hoat...


    Aber wiada zum Thema, die Konservadive Partää. I woas net, wann I die neiesten Reformvorschläg' sik. Des is doch Sozialismus, was von dem Merzbergr Flügl kummt, oda net? Des is doch ka konservativer Paternalismus, sondern die Begründung einer Anspruchsmentalität gegen den Staat mit bergischen Verhältnissen am Ende. Vielleicht solltma ernsthaft üba a Aspaltung nachdenken oda die vasuchen rauszudrängen. Oda sehen Sie noch a Perspektiv für an echten Konservatismus?


    Der Stirner, der will doch net amoi a Gleichberechtigung, der will insgeheim a Gleichstellung und vielleicht aa a Gleichmachung, wenn ich den reden höre über den Wehrdienst für Frauen!


    Da nennt der als Programm für die Regierung im übrigen: "Einführung von staatlichen Gymnasien, Förderung des dualen Bildungssystems und der Weiterbildungen. Im Bereich Gesundheit, die gesetzliche Verpflichtung dass jeder Einwohner Anspruch auf eine Krankenversorgung und Versicherung hat." Warum nicht noch ein Mitbestimmungsgesetz, die 30-Stunden-Woche und die Einführung von Fünfjahresplänen?


    I sorg wia a Voata für mei Oagstoite und Oarbääter, soll des jetz durch irgendwelche sozialistischen Alternativen entwertet werden?

  • Käthe winkt dem Angestellten zu. Jener füllt die Gläser mit Weisswein , reicht sie den Anwesenden und zieht sich zurück.


    Willkommen und sehr zum Wohl mein Lieber.

    Also , lieber Freund, ich darf Sie doch so bezeichnen? Wir haben hier zwei unterschiedliche Dinge. Ich hingegen bin gegen eine Abspaltung, sehr wohl aber für eine Zurückdrängung des Merzberger-Flügels.

    Seien Sie nicht bös, aber als Gesundheitsminister unterstütze ich die im Bereich Gesundheit vorgeschlagenen Dinge, das ist auch schon alles.

    In der Bildung heißt meine Devise, lerne und arbeite, heißt wir verbinden das Schulsystem mit der Berufsausbildung, kommt uns bedeutend billiger und ist für Handwerk und Industrie eine große Erleichterung.
    Glauben sie mir , mein lieber Herr von Katzelburg, ich schlage an so manchen Tagen die Hände über den Kopf zusammen, wenn sich ein neuer Lehrling für die Werkstatt oder den Laden vorstellt. Bei einigen reicht es ja bittschön nicht einmal zum einfachsten.

    Was die Frauen im Wehrdienst angeht, Küchen, Sanität, Verwaltung ja, Waffendienst Nein. Auch eine 30-stunden-wochen wird es mit mir nicht geben.

    Wenn wir 10 stunden am Tag im Laden stehen können so kann auch dieselbe Zeit gearbeitet werden.

    Wir müssen unsere Positionen vertreten und vor allen Schlüsselpositionen innerhalb unsere Partei, mit unseren Leuten besetzen.

    Hier und da den Merzbergern etwas entgegenkommen ,so das es ausschauen als seinen wir geschlagen um an anderer Stelle gnadenlos zuzuschlagen und unsere Position durchzusetzen.

    Könnten sie mit dieser Position leben Herr von Katzelburg, können wir auf dieser Basis zusammenarbeiten?

  • Na wissens I hob doch die Moaste sogar mit Spezoikursen, die bringan des die Burschen und Madaln scho bei was s'brauchen und rechnan und schreiam lernans bereits in der Schui. Warum soi ma die weiter auf d'Schui schicka? Des homma doch imma so gmoacht. Und wann I a Schui brauch, dann kann i des a einrichten oda mit a boar andern zamm.


    Des Problem mit dem Anspurch is die Anspruchsideologie, des gibt dann Asnspruchsmenschen, die denkan, es war ihr Recht dooß ois vom Staat kriagn woos woin. Ma koos Eirichtn, dooß an jäda kriagt, aber net fier zum Einkloagn.


    In der Wehrdienstsachen sand ma uns schon einiger, der muß weg. 16jahrige Madaln aufs Fööd z'schicka... Wo's dann vergwaltigt werdn.


    nimmt einen kräfftigen Schluck Wein


    Ob ma uns einig werden des woas I noch net. Jedenfois sand Sia wenigstens im Grundsatz konservativ und net "christdemokratisch". A Konservativer is nia a Demokrat, jedenfois is des Meinung. Des kummt ois vo die USA herüber..