Politik des Freistaates Korland

BildAmtName
388-399da41bed552eccf86c696d4f2ee1f206ee46e2.jpgPräsident und Landmeister
Oberbefehlshaber der Landwehr
Generalfeldmarschall Botho v. Quitzleben
386-acf925dc6c12ca0c5bfafb956c497cabc0d62a11.jpgKanzler
Minister für Auswärtiges
Engelsbert Scheuersmann
387-04cd21b023ddea04c1ad100f0536a0b5a08d8962.pngMinister für Inneres und WirtschaftErwin von Ostfeld
385-7e4868e3710a769aacf013459f36c6bef5933c9b.pngMinister für NährstandJörg von Schönhausen
412-8eb55c5cc618f3aa3b9cc61e70cc588a01f2ed2d.jpgMinister für Nationale WohlfahrtChristoph Theodor Eisenberg

Auf dieser Seite finden sich diverse Informationen über die Politik des Freistaates Korland.


GEGENWÄRTIGE ZUSAMMENSETZUNG DER REGIERUNG

(Stand vom 08.06.2020)




GEGENWÄRTIGE BESETZUNG DES OBERSTEN GERICHTES

(Stand vom 08.06.2020)


GENERALSTAATSANWALTvakant
OBERSTER RICHTERvakant


CHARAKTERISIERUNG DES KORISCHEN STÄNDESTAATES


Der korische Ständestaat steht als autoritärer christlicher und rechtskonservativer Staat zwischen den liberalen Demokratien einerseits und totalitären Staatsmodellen andererseits. Sein Grundgedanke ist ein organisches Zusammenleben des Staatsvolks nach hergebrachtem nationalem und christlichen Gedankengut – womit es sich teilweise von modernen Staatsmodellen abgrenzt. Das autoritäre Staatswesen ist einerseits positiv belegte Eigenbezeichnung, die im Sinne einer über den Interessengruppen stehenden Autorität zu verstehen ist, die ein christlich-soziales Zusammenleben bewahren und Klassenkampf verhindern soll, wird aber auch in der Kritik des politischen Gegners gebraucht, wobei hier darunter die Unterdrückung andersartigen Gedankenguts (vornehmlich linke und liberale Auffassungen) verstanden wird.


Staatsaufbau


Die Staatsgewalt leitet sich formal von der göttlichen Allmacht ab und nicht primär von einem Staatsvolk als Souverän, dennoch ist Korland faktisch eine Republik. Korland besitzt ein Staatsparlament, das den Namen Landkammer trägt, das Staatsparlament setzt sich zum Teil aus den gewählten Abgeordneten zusammen, aber zum anderen Teil zu den Vertretern der Berufsstände, deren Bestimmung durch die Vertreter der Berufsstände erfolgt.

Der Präsident, der in Anlehnung an die Ordensritter auch den Titel Landmeister trägt, wird durch die Landkammer auf Lebenszeit gewählt und verfügt über weitreichende Vollmachten, jedoch gibt es ein Abberufungsrecht. Die Regierung sowie ihr Haupt (der Kanzler) werden wiederum durch den Präsidenten ernannt, die Landkammer hat dabei nur ein Widerspruchsrecht.


Die Gewalten sind formal in Exekutive, Legislative und Jurisdiktion geschieden. Ein Landkammerbeschluß (Ermächtigungsbeschlueß), wonach die Regierung bis auf Widerruf berechtigt ist, zumindest einfache Gesetze ohne Konsultation der Kammer zu erlassen, hat diese verfassungsmäßige Gewaltenteilung faktisch allerdings ein Stück weit aufgehoben.

Die Berufsstände setzen sich aus Vertretern der beiden großen christlichen Kirchen, der Bauernschaft (Nährstand), Handlung und Gewerbe, der freien Berufe, der Berufsbeamten und Militärangehörigen, dem Bund der Arbeit (in den Staat eingebundene „Gewerkschaft“ der Beschäftigten) sowie dem Bund für Nationale Wohlfahrt (eine Art Sozialausschuß) zusammen.


Wahlvolk


Das Wahlvolk besteht aus allen Koren, Männer und Frauen, die das 21. Lebensjahr vollendet haben und zurechnungsfähig sind. Die Koren sind dabei in der Regel mehrmals zur Wahl aufgerufen. Zum einen wählen sie in regelmäßigen Abständen (der Form nach alle vier Monate) die 125 Abgeordneten ihrer Landkammer, die nicht den Berufsständen angehören, zum anderen sind die meisten Menschen in irgendeiner Form an den Berufständen beteiligt, die 175 Abgeordnete stellen.


Berufsstände


Die Berufsstände sind für das Prinzip des Ständestaates namensgebend und sollen verschiedene Berufsfelder in Korland repräsentieren, sowie Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammenführen, gehen aber in der Praxis noch darüber hinaus, bzw. halten die Systematik nicht ein. Die Stände sind im einzelnen:



- Evangelische Kirche: 40 Abgeordnete


- Katholische Kirche: 5 Abgeordnete


- Korischer Nährstand: 25 Abgeordnete


- Handlung und Gewerbe (Handel, Industrie, Handwerk und sonstige Gewerbe): 35 Abgeordnete


- Freie Berufe: 5 Abgeordnete


- Berufsbeamten und Militärangehörige: 25 Abgeordnete


- „Bund der Arbeit“: 35 Abgeordnete


- „Bund für Nationale Wohlfahrt“: 30 Abgeordnete



Strengen demokratischen Ansprüchen genügt das System der Berufsstände nicht, da der Proporz unter den echten Berufsständen nicht gewahrt ist, wobei jede Anpassung an Veränderungen der Erwerbsstruktur einer Verfassungsänderung bedürfte. Des weiteren ist eine klare Bevorzugung von Bauern und Beamten zu erkennen, wie auch die Tatsache, daß die „modernen“ Berufe wie Handel, Handwerk und Industrie mit vielen Beschäftigten aus praktischen aber auch politischen Erwägungen einfach zu einer großen Vertretung zusammengefaßt sind, während etwa die Freiberufler ihre eigene Standesvertretung erhalten haben.


Ferner muß man festhalten, daß die Standesvertretungen der Kirchen, sowie der nach Art einer Einheitsgewerkschaft geschaffene „Bund der Arbeit“ und der als eine Art Sozialausschuß funktionierende und auf freiwilliger Mitgliedschaft beruhende „Bund für Nationale Wohlfahrt“ bewirken, daß es zu Überschneidungen kommt und einige Bürger mehrmals abstimmen können, während etwa Rentner; Arbeitslose oder Studenten grundsätzlich überhaupt keinem der echten Berufsstände angehören und daher für diesen großen Teil der Landkammer kein Wahlrecht besitzen. Die Situation ist auch dergestalt, daß in den echten Berufsständen die Arbeitgeber mit 2/3 der Stimmen beteiligt sind, während die Arbeitnehmer nur über 1/3 verfügen, aber dafür ihnen wiederum im „Bund der Arbeit“ und der Vertretung der Staatsbediensteten alleinige Stimmrechte vorbehalten sind. Die Entsendung der klerikalen Abgeordneten ist sogar überhaupt keiner verfassungsmäßigen Regelung unterworfen und kann durch die beiden Kirchen vollkommen nach eigenem Ermessen durchgeführt werden.


Man kann letztlich eindeutig sagen, daß das System der Berufsstände zwar dahingehend seinen Zweck erfüllt, wichtigen gesellschaftlichen Gruppen Mitspracherecht zu geben, aber einem gleichen Wahlrecht nicht entsprechen kann und nicht entsprechen will.


Vaterländische Front


Die Vaterländische Front (gebräuchliche Kurzform: VF) kann als eine Art Ersatzpartei qualifiziert werden; bei Ihrer Begründung war sie noch die Dachorganisation der „staatstragenden Parteien“ (alle anderen haben offiziell den Status einer Partei einbüßen müssen und wurden aufgelöst). Bis zur endgültigen Auflösung der Parteien im August 2012 gehörten ihr der „Nationalkonservative Bund“ und die“ Korische Bauernpartei“ an, es wurde aber auch Parteilosen Aufnahme gewährt.


Die Vaterländische Front begreift sich in in Ihrem Selbstverständnis weniger als eine Partei, sonder will gewissermaßen „Bewahrer der berufsständischen Ordnung“ sein – dies begründet sich aus dem ablehnenden Verhältnis des offiziellen Korlands zur Parteiendemokratie nach westlichem Muster, dem man attestiert, er spalte die Gesellschaft unnatürlich in widerstreitente Teile, statt die einzelnen Gruppen zusammenzuführen. Von den Gegnern dieser Idee wird freilich dem entgegengehalten, daß die Vaterländische Front keineswegs allen Teilen des Volkes eine Heimat biete, sondern nur bestimmte Interessen vertrete, somit nicht zusammengeführt, sondern ausgegrenzt werde bzw. wird auch der Vorwurf erhoben, daß eine künstliche Einheit diktiert würde, die es nicht gibt. Die VF unterhält eine Frontführung sowie Unterführungen in den Bezirken, Amtsmannschaften, Ortschaften usw., die ihre Untergliederungen leiten.


Sie wird vom Frontführer und desen Stellvertreter geleitet, daneben gibt es Bezirksführer und die jeweiligen Fachgebietsleiter, die gemeinsam den Frontrat als Oberstes Gremium bilden.


Referate der VF:



- Nationalpolitisches Referat


- Referat für Volkswohlfahrt


- Traditionsreferat


- Referat für freiheitliche Fragen



Unterorganisationen der VF:


- Heimwehr


- Vaterländische Jugend


- Bund Vaterländischer Kulturschaffender


- Bund Vaterländischer Frauen


- Bund für Leibesertüchtigung


Ämter der VF:


- Kulturkammer der Vaterländischen Front


- Presse- und Propagandaamt der Vaterländischen Front