​​Matthias Wohl - ein Konservativer mit Adelsablehnung

Matthias Wohl - ein Konservativer mit Adelsablehnung

ein Kommentar von Ondrej Nemcov


Matthias Adolf Wohl, ehemaliger Minister einer Mitte-rechts Regierung, Vorsitzender der FNV, Abgeordneter der Reichsdiät. Konservativ bis ins Mark, verbissener Verfechter von Monarchie und Adel - sollte man zumindest meinen.

Die Wahrheit? Sieht anders aus. Da wird eine Fürstin als Baroness angesprochen, wohlgemerkt Baroness, der Titel für weibliche Erben eines Barons, eine andere Fürstin, die gleichzeitig einen Grafentitel trägt, gar nur als "Gräfin", bevor er sich gänzlich weigerte, sie mit ihrem Titel anzureden, selbst ihren Namen nutzte Wohl nicht, stattdessen verwendete er den bürgerlichen Namen. Und weshalb? Weil besagte Fürstin, vom König Bajars persönlich in den Adelsstand erhoben, Mitglied der sozialistischen Partei ist. Es gibt kein Gesetz, keine Regelung die das verbietet - noch nicht. Geht es nach Wohl und seiner FNV soll sich als künftig ändern, sie brachten ein Unvereinbarkeitsgesetz ein dass die Zugehörigkeit zum Adelsstande mit der Mitgliedschaft in einer "linken Partei" für unvereinbar erklärt. Was als links definiert wird, ist unklar. Das Gesetz wird wahrscheinlich nicht durchgehen, so sprach sich etwa bereits der Abgeordnete von Daimek uns gegenüber dagegen aus, da es das Volk nichts angehe wo der Adel Mitglied sei. Auch die rechtskonservative CRB wird voraussichtlich ablehnen, sprach sich diese schließlich bereits gegen Wohls neuerliche Eskapaden aus, und rief ihre Mitglieder zu höchstem Respekt gegenüber Adeligen Mitgliedern und Sympathisanten der sozialistischen Partei auf.

Nicht vergessen werden sollte, dass sich Wohl damit erneut eine Anzeige einfing, die von Wohl ihres Titels beraubte Fürstin erstattete wegen Verleumdung Strafanzeige, nachdem Wohl auch auf Nachfrage und Nachhinweis bei seiner Behauptung, sie könne nicht adelig sein, blieb. Auch eine weitere Adlige, ebenso Mitglied der Sozialisten erstattete Anzeige, nachdem Wohl ihr gegenüber äußerte "Leute wie sie dürfe es nicht geben". Dass Wohl dazu behauptete, nicht er sei an den Anzeigen Schuld, sondern diejenigen welche die Anzeigen erstatten? Geschenkt, es fügt sich ein in das Bild des Matthias Adolf Wohl und seiner FNV, die immer mehr Skandale erzeugt und innerhalb der politischen Landschaft allerhöchstens noch den Landbund stellenweise als Unterstützer haben dürfte.


Wir dürfen gespannt sein, was sich noch entwickelt